Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

Analyse Stift Hand Diagramm – shutterstock_414153883 everything possible

Insidertransaktionen der Woche: Vorstand von Dropbox legt sich millionenschweres Aktienpaket ins Depot. Erster Aktienkauf seit dem IPO (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Arvinas:

Die Aktie des biopharmazeutischen Unternehmens Arvinas legte zuletzt eine beeindruckende Kursrally auf das Parkett. Allein im zurückliegenden Monat verdoppelten sich die Papiere – seit dem Jahreswechsel liegt der Kurs inzwischen 140% in der Gewinnzone. Grund des Kurssprungs waren vielversprechende Daten aus klinischen Studien. Sie müssen wissen: Arvinas beschäftigt sich mit der Entdeckung, Entwicklung und Vermarktung von Therapien zum Abbau von krankheitserregenden Proteinen, vor allem zur Bekämpfung von Prosta- und Brustkrebs.

Nach dem starken Kursanstieg gab es zwei gegenläufige Transaktionen. Während der Director Liam Ratcliffe Aktien bei 22 Dollar für insgesamt 14,96 Millionen kaufte, lud der Chief Scientific Officer Ian Taylor 10.000 Aktien bei 28 Dollar ab. Ratcliffe hält nach der Transaktione 2,02% aller Arvinas-Aktien.

Momentan liegt der Börsenwert der Firma bei 2,34 Milliarden Dollar. In 2018 gingen bei Arvinas Umsätze von 14,32 Millionen Dollar durch die Bücher. Unter dem Strich lag der Verlust bei 41,48 Millionen Dollar.

Trinity Industries:

Die Serie von Aktienkäufen durch Firmeninsider bei dem Industriekonzern Trinity Industries hält unverändert an. Durch erneute Käufe des Directors Brandon Boze hat sich das Kaufvolumen seit Ende Oktober auf über 47 Millionen Dollar erhöht. Bei Kursen bis zu 21,60 Dollar hat Boze über 2,32 Millionen Aktien erworben und seinen Gesamtbestand auf 24,88 Millionen Aktien erhöht.

Trinity Industries ist ein amerikanischer Industriekonzern mit Sitz in Dallas. Die Gesellschaft produziert Güterwaggons, Gastanks, Leitplanken und Masten für Windkraftanlagen. Mit 34.295 produzierten Güterwagen besitzt Trinity einen Marktanteil von 41 % in Nordamerika. Seit der Übernahme von Big River Industries stellt Trinity außerdem Baumaterial und Zuschlagstoff für Beton her.

Der Konzern erzielte im dritten Quartal 2019 einen Umsatz von 813,6 Millionen Dollar, verglichen mit einem Umsatz von 606,9 Millionen Dollar im gleichen Quartal 2018. Dies entspricht einem jährlichen Wachstum von 34%. Unterdessen kletterte der Nettogewinn auf 49 Millionen Dollar (Vorjahreszeitraum: 27,9 Millionen Dollar).

Dropbox:

Bei dem Technologiekonzern Dropbox hat vor wenigen Tagen der Vorstand Andrew Houston zugegriffen und sich erstmals ein Aktienpaket ins Depot gelegt. Houston erwarb 500.000 Papiere zu einem Preis von 19,14 Dollar. Insgesamt musste er für den Kauf also 9,56 Millionen Dollar auf den Tisch legen. Sie müssen allerdings beachten: Nahezu zeitglich hat sich der Finanzvorstand Ajay Vashee von 27.500 Aktien bei einem Kurs von 21,03 Dollar getrennt.

Dropbox bietet eine weltweite Kollaborationsplattform. Die Plattform ermöglicht es Einzelpersonen, Teams und Unternehmen, über ihre Website oder App zusammenzuarbeiten und sich kostenlos anzumelden sowie auf ein kostenpflichtiges Abonnement für Premium-Funktionen umzusteigen. Das Unternehmen hat rund 500 Millionen registrierte Nutzer in 180 Ländern.

Seit 2015 erhöhte Dropbox seinen Umsatz signifikant von 604 Millionen Dollar auf 1,39 Milliarden Dollar in 2018. Allerdings verharrt der Konzern weiterhin tief in der Verlustzone. Allein im letzten Jahr schrieb Dropbox einen Verlust von 485 Millionen Dollar.


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Alle_Sujets_Portrait_1-31_WEB_Muehlhoff
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.