Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

Insidertransaktionen: Lesen Sie, was sich die Vorstände und Firmeninsider jetzt ins private Depot legen. (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Hain Celestial:

Seit Jahresbeginn ist der Kurs von Hain Celestial auf Talfahrt. Von über 42 Dollar stürzte die Aktie bis auf 33,21 Dollar in den Keller bevor eine Stabilisierung einsetzte. Die schwachen Kurse nutzte der Aufsichtsrat Glenn W. Welling, um sich eine Aktienposition im Gegenwert von 49 Millionen Dollar ins Portfolio zu legen. Insgesamt erwarb Welling 1,40 Millionen Aktien zu einem Durchschnittskurs von 34,83 Dollar.

Hain Celestial ist ein Lebensmittelunternehmen, das auch Körperpflegeprodukte herstellt. Mitte 2015 übernahm Hain Celestial den österreichischen Sojamilchhersteller Mona (Marken Joya und Happy Soya) und Ende 2015 das Unternehmen Orchard House Foods, der größte britische Hersteller von Frischfruchtprodukten, Smoothies und Direktsäften mit etwa 1.000 Mitarbeitern und rund 40–50 Millionen Pfund Jahresumsatz. Zuletzt erzielte Hain Celestial bei einem Jahresumsatz von 2,85 Milliarden Dollar einen Gewinn in Höhe von 67 Millionen Dollar.

Parsley Energy:

Bei dem unabhängigen Öl- und Gasförderunternehmen Parsley Energy griffen zuletzt gleich mehrere „Insider“ zu. Ende Februar sammelten der Vorstand Bryan Sheffield und zwei Aufsichtsräte 210.000 Aktien zu Kursen zwischen 25,66 und 26,64 Dollar ein. Zusammen kommen die Transaktionen auf einen Gegenwert von 5,3 Millionen Dollar. Zur gleichen Zeit gab es aber auch noch einen kleinen Verkauf des Vizepräsidenten Colin Roberts (10.000 Aktien).

Parsley Energy erzielte nach vorläufigen Zahlen zuletzt bei einem Umsatz in Höhe von 967 Millionen Dollar eine Gewinnmarge von 11,04%. Interessant ist, das mit T. Boone Pickens einer der reichsten Personen der Vereinigten Staaten und bekannter Unternehmer und Öl-Investor zu den Anteilseignern der Firma gehört.

Abbott Laboratories:

Größere Insiderkäufe gab es auch bei dem US-Pharmariesen Abbott Laboratories. Hier kaufte der Director Daniel J. Starks fast 70.000 Aktien zum Gegenwert von knapp 4,25 Millionen Dollar. Auch wenn die Summe an sich bemerkenswert ist, in Relation zu dem Aktienbestand von nun insgesamt 7 Millionen Aktien ist der Zukauf nur von untergeordneter Bedeutung. Zugleich trennten sich nahezu zeitgleich einige Insider von insgesamt 24.000 Aktien.

Abbott Labs ist ein weltweit operierender Pharmakonzern mit rund 73.000 Mitarbeitern in 150 Ländern. Das Kerngeschäft von Abbott Laboratories liegt in der Erforschung, Entwicklung und Herstellung verschiedener Pharmazeutika aus Humanmedizin und Veterinärmedizin, sowie in den Bereichen Labordiagnostik und klinische Ernährung. Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte der Konzern einen Umsatz von 27,39 Milliarden Dollar.

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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.