Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Erfahren Sie, bei welchen Aktien die Firmeninsider jetzt zugreifen (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

GTT Communications:

Bei dem amerikanischen Netzbetreiber GTT Communication stockt der Großaktionär Spruce House Partnership seinen Aktienbestand weiter auf. Alleine im Oktober kaufte der Investor 387.933 Aktien. Bei Kaufkursen von 44,10 Dollar musste Spruce House dafür 17,1 Millionen Dollar auf den Tisch legen. Seit August hat der Großanleger damit seinen Bestand von 8,5 auf 10 Millionen Aktien ausgebaut. Damit hält Spruce House 17,8% aller ausstehenden Aktien.

GTT Communications, ehemals Global Telecom and Technology, ist ein multinationales Telekommunikations- und Internetunternehmen mit Hauptsitz in McLean, Virginia. GTT betreibt ein Tier-1-IP-Netzwerk und bietet IP-Transit, MPLS-Transportdienste, Managed Services, Sprach- und Unified Communications für Unternehmen, Behörden und Carrier-Kunden in über 100 Ländern.

Bei einem Jahresumsatz von 828 Millionen Dollar erzielte der Energiekonzern im vergangenen Jahr einen Verlust von 72 Millionen Dollar. Seit Jahresanfang liegen die Papiere mit rund 8% im Minus.

Appian Corp.:

Bei dem US-Technologiekonzern Appian waren zuletzt ebenfalls auffällige Insidertransaktionen zu beobachten. Seit Anfang Oktober kaufte der Großaktionär Abdiel Capital Management 375.824 Aktien im Gegenwert von 7,6 Millionen Dollar. Zuvor waren die Papiere um gut 20% im Wert gesunken. Nach dem Zukauf hält der Großanleger 6,35 Millionen Aktien und damit rund 10% aller ausstehenden Firmenanteile. Aber Sie müssen wissen: Anfang Oktober kam es fast zeitgleich auch zu Verkäufen in dem Papier. Zusammen verkauften drei Firmeninsider 38.500 Aktien bei einem Kurs von gut 30,65 Dollar.

Die Appian Corporation bietet eine Low-Code-Plattform für die Softwareentwicklung, die es Unternehmen ermöglicht, verschiedene Anwendungen in den Vereinigten Staaten und international zu entwickeln. Die Plattform des Unternehmens automatisiert die Erstellung von Formularen, Datenflüssen, Aufzeichnungen, Berichten und anderen Softwareelementen, die manuell kodiert oder konfiguriert werden müssen.

Zuletzt fuhr der Konzern bei einem Jahresumsatz von 176,7 Millionen Dollar einen Verlust in Höhe von 31 Millionen Dollar ein.

GCP Applied Technologies:

Bei dem amerikanischen Chemieunternehmen GCP Applied Technologies zeigt sich momentan der Firmeninsider und Großaktionär Dalbergia Investments zuversichtlich und stockt seinen Anteil weiter auf. Sie müssen wissen: Bereits seit August fällt Dalbergia Investment mit signifikanten Aktienkäufen auf. Seither erwarb der Aktionär 1,27 Millionen Aktien bei Kursen zwischen 24,66 und 26,48 Dollar. Mittlerweile hält der Investor 4,18 Millionen Aktien, was einem Gegenwert von rund 110 Millionen Dollar entspricht.

GCP Applied Technologies ist ein US-amerikanisches Chemieunternehmen, das Betonzusatzmittel und Verpackungslacke herstellt mit einem Jahresumsatz von zuletzt 1,08 Milliarden Dollar.


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.