Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Uber-Aktie: Uber-Gründer schmeißt millionenschweres Aktienpaket auf den Markt. Stimmung beim Fahrdienstleister ist im Keller. Hohe Verluste und Entzug der Lizenz in London sorgen für Gegenwind. (Foto: StockStudio / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Uber:

Wenige Wochen nach Ablauf der Lock-up-Frist für das größte Tech-IPO des Jahres hat der Gründer und Ex-Chef von Uber milliardenschwere Aktienpakete abgestoßen. Allein in der zurückliegenden Woche warf Kalanick Uber-Papiere im Gegenwert von 578 Millionen Dollar auf den Markt. Zu Ihrer Information: Die Sperrfrist für die Altaktionäre endete am 6. November. Der 43-Jährige Kalanick hatte allerdings schon vor dem Börsengang begonnen, Anteile in privaten Transaktionen abzugeben, nachdem er 2017 als CEO abgelöst worden war. Mitgründer Garrett Camp hat unterdessen ebenfalls Aktien abgegeben, allerdings nur im Wert von 20 Millionen Dollar, also nur einen Bruchteil seiner Beteiligung, die rund 2 Milliarden Dollar wert ist.

Zuletzt konnte der Fahrdienstvermittler mit seinen Quartalszahlen die Anleger nicht überzeugen. Einem Umsatzanstieg um 30% auf 3,81 Milliarden Dollar stand ein massiv angestiegener Verlust von 1,2 Milliarden Dollar gegenüber. Zudem hat Uber gerade die Londoner Transportbehörde TfL dem Konzern die Fahrlizenz entzogen. In Deutschland droht Uber ein ähnliches Schicksal.

Intel:

Bei dem Chipkonzern Intel waren zuletzt die ersten Aktienkäufe seit August zu beobachten. Der Direktor James Goetz legte sich immerhin 172.720 Aktien bei einem Preis von 58,13 bis 58,24 Dollar ins Depot. Der in der Branche bestens bekannte Investment Manager, der jahrelang die Geschicke von Sequoia Capital leitete, ist erst im November zum Intel-Board gestoßen. Für seine ersten Aktienkäufe legte Goetz mehr als 10 Millionen Dollar auf den Tisch.

Der Halbleitergigant hat zuletzt mit starken Zahlen seine Anleger überrascht und die Jahresprognose angehoben. Der Chipkonzern rechnet nun mit Erlösen von 71 Milliarden Dollar – 1,5 Milliarden Dollar mehr als bisher erwartet. Auch im abgelaufenen Quartal konnte Intel die Markterwartungen übertreffen. Der Umsatz blieb auf dem Vorjahreswert von 19,2 Milliarden Dollar, während Analysten mit rund einer Milliarde weniger gerechnet hatten. Der Gewinn ging um 6% auf 6 Milliarden Dollar zurück.

Discovery:

Bei dem Medienkonzern Discovery griff der Milliardär und ehemalige Chairman John Malone zu und erhöhte seine Aktienposition. Bei einem Kurs von 28,03 Dollar sammelte Malone 2,67 Millionen Aktien im Gegenwert von 74,8 Millionen Dollar ein. Mit dem Zukauf erhöhte er seine Position auf 10,31 Millionen Aktien, was 2,1% aller Stimmrechte entspricht. Zugleich erwarb mit David Wargo ein weitere Insider ein 4,59 Millionen schweres Aktienpaket, während sich zwei Firmeninsider zeitgleich von Aktien im Gegenwert von 3,2 Millionen Dollar trennten.

Discovery ist als Medienunternehmen weltweit tätig. Das Unternehmen ist in zwei Segmenten tätig, U.S. Networks und International Networks. Das Unternehmen besitzt und betreibt verschiedene Fernsehsender. Bei einem Umsatz von 10,55 Milliarden Dollar erzielte der Konzern in 2018 einen Jahresgewinn von 594 Millionen Dollar.

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Intel: Starke Quartalszahlen treiben Aktie auf den höchsten Stand seit 2000Intel: Chip-Gigant feiert eindrucksvolles Comeback. Aktie klettert nach überraschend starken Zahlen auf neues Allzeithoch › mehr lesen


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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