Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Nach schwachen Zahlen geht Expedia-Aktie in die Knie. Insider wittert Chancen und legt sich millionenschweres Aktienpaket zu (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Palo Alto Networks:

Die Aktie des führenden Cyber-Security-Spezialisten Palo Alto Networks kam zuletzt nach den Quartalszahlen und einem enttäuschenden Ausblick deutlich unter die Räder. Der Produktbereich des Unternehmens, der Firewalls sowie Bedrohungserkennungs- und -vermeidungssoftware vertreibt, steht unter Druck, da immer mehr Kunden auf die Cloud wechseln. Der Umsatz der Division sank im Quartal zum 31. Oktober um fast 4%, der erste Rückgang seit mindestens 11 Quartalen.

Den Kursrückgang um gut 20% nutzte der Vorstand Nikesh Arora für einen signifikanten Aktienkauf (der erste übrigens in diesem Jahr). Bei einem Preis von 221,54 Dollar legte sich der Firmeninsider 25.000 Aktien ins Depot. Für die Transaktion musste Arora immerhin 5,53 Millionen Dollar auf den Tisch legen. Durch den Zukauf erhöhte der Firmenboss seinen Aktienbestand um 5,5% auf mittlerweile 479.429 Aktien.

Expedia:

Bei der Aktie des Online-Reisevermittlers Expedia lief es zuletzt ebenso enttäuschend. Nach verfehlten Analystenerwartungen im zurückliegenden Quartal ging die Aktie in den Sinkflug über und rutschte von 140 bis auf 95 Dollar in den Keller. Trotz eines signifikanten Umsatzwachstums von etwa 9% auf 26,93 Milliarden Dollar konnte das Geschäftsergebnis die Investoren nicht überzeugen. Das operative EBITDA fiel im Vierteljahr zum 30. September um 22%.

Auf dem aktuellen Kursniveau wittert ein Firmeninsider aber offenbar mehr Chancen als Risiken und legt sich eine erste Aktienposition ins Portfolio. Für 98,83 Dollar je Anteilschein sammelt der Direktor Samuel H. Altman 20.000 Aktien ein (Gegenwert: 1,97 Millionen Dollar).

Kinder Morgan:

Seit Ende Januar tauchen die Papiere des Öl- und Gaskonzerns Kinder Morgan immer wieder in der Hitliste der größten Insidertransaktionen auf. Auch im November hat der Firmengründer Richard Kinder wieder zugegriffen. Kinder kaufte nochmals 600.000 Aktien im Gegenwert von 11,9 Millionen Dollar (Kaufpreis zwischen 19,74 und 19,97 Dollar je Aktie). Nach den Transaktionen hält der Firmeninsider 243,079 Millionen Aktien und damit rund 10,6% aller ausstehenden Firmenanteile.

Zudem erwarb mit dem Direktor Fayez Sarofim ein weiterer Firmeninsider 200.000 Aktien im Gegenwert von 4 Millionen Dollar.

Kinder Morgan ist ein US-amerikanisches Unternehmen mit Firmensitz in Houston, Texas. Der Konzern betreibt 135.000 km Erdgas- und Erdöl-Pipelines und etwa 180 Tanklager in den Vereinigten Staaten. Das Unternehmen wurde von Richard Kinder gegründet und entstand 1997 als Spin-Off von Enrons Pipelinegeschäft. Zu Kinder Morgan gehören die Tochterunternehmen Kinder Morgan Energy Partners, Kinder Morgan Management und El Paso Pipeline Partners. Das Unternehmen ist zugleich der führende Lieferant von Kohlendioxid für die tertiäre Ölgewinnung in Nordamerika.

Bei einem Jahresumsatz von 14,14 Milliarden Dollar erzielte Kinder Morgan im vergangenen Geschäftsjahr einen Gewinn in Höhe von 1,60 Milliarden Dollar.

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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.