Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Blackrock und FedEx auf der Kaufliste (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Blackrock:

Bei dem US-Vermögensverwalter hat der Direktor William E. Ford die niedrigen Kurse zum Ausbau seiner Position genutzt. Seit Jahresanfang liegen die Papiere knapp ein Viertel in der Verlustzone. Der Firmeninsider Ford kaufte jetzt immerhin 4.000 Aktien zu Kursen zwischen 395,21 und 409,59 Dollar. Unter dem Strich erhöhte er damit seine Position um 73% und legte dafür 1,6 Millionen Dollar auf den Tisch.

Bei dem US-Konzern Blackrock handelt es sich um den weltweit größten unabhängigen Vermögensverwalter. Die Firma verwaltet ein gigantisches Vermögen von 6,4 Billionen Dollar. Seit 2003 kletterten die Umsätze des Konzerns von 598 Millionen auf zuletzt 12,49 Milliarden Dollar. Im zurückliegenden Geschäftsjahr fuhr der Finanzspezialist einen Nettogewinn von 4,97 Milliarden Dollar ein.

Texas Capital Bancshares: 

Auch die Aktien des Finanzdienstleisters Texas Capital Bancshares waren zuletzt deutlich unter Druck. Standen die Papiere im Juli noch über der 100 Dollar-Marke, können Anleger die Aktien mittlerweile bei 64 Dollar wieder einsammeln.

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Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufenDiese Firmen tauchen auf der Hitliste der Insider auf. Unter anderem beim Öl-Konzern Kinder Morgan ist der Firmengründer weiter auf der Käuferseite. › mehr lesen

Dieses Niveau nutzten gleich zwei Insider, um ihre Bestände aufzustocken. Insgesamt kauften der Vorstand und ein Präsident 5.000 Aktien bei Kursen um die 67 Dollar. Insgesamt investierten die beiden Firmeninsider damit 336.770 Dollar.

Der jüngste Kursrutsch war dabei nicht nur auf die allgemeine Marktschwäche zurückzuführen. Auch die präsentierten Ergebnisse wurden von den Anlegern negativ interpretiert. Im dritten Quartal erzielte Texas Capital Bancshares einen Gewinn in Höhe von 1,68 Dollar je Aktie und lag damit 3 Cent unter den Analystenerwartungen.

FedEx Corporation:

Bei dem US-Logistikkonzern gab es zuletzt ebenfalls eine größere Insidertransaktion. Griffith, die im März zum Direktor des Konzerns ernannt wurde, kaufte erstmals ein Aktienpaket im Gegenwert von 225.156 Dollar (1.000 Aktien zu 225,16 Dollar). Es war der größte Aktienkauf eines FedEx-Insiders auf dem freien Markt seit August 2012.

Griffith’s gekaufte Aktien repräsentieren nun ihren gesamten FedEx-Aktienbestand. Sie besitzt außerdem eine Aktienoption in Höhe von 1.343 Aktien, die am 12. März 2019 unverfallbar wird.

Die FedEx Corporation (kurz FedEx) ist ein weltweit operierendes US-amerikanisches Kurier- und Logistikunternehmen mit Sitz in Memphis (Tennessee). Die Luftfracht-Division FedEx Express belegt in der Liste der größten Frachtfluggesellschaften der Welt Platz eins. Im vergangenen Jahr erzielte FedEx bei einem Umsatz von 65,54 Milliarden Dollar einen Gewinn in Höhe von 4,57 Milliarden Dollar. Das entsprach einer Gewinnspanne von 6,99%, was dem höchsten Niveau der vergangenen 15 Jahre entspricht.


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.