Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

Taschenrechner Stift Kurse – shutterstock_84247642 Zadorozhnyi Viktor

Red Robin Gourmet Burgers-Aktie: Free Lunch bei US-Burgerkette? Zahlen sorgen für Enttäuschung bei den Anlegern. Insider nutzen Kurssturz zum Einstieg (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Workday:

Die Aktie des Cloud-Spezialisten Workday stand zuletzt stark unter Druck. Von Juli bis Oktober purzelte der Kurs der Papiere von 224 bis auf 152 Dollar in die Tiefe und. Begleitet wurde der Kursabsturz durch massive Insiderverkäufe. Allein von September bis Anfang Dezember summierten sich die Verkäufe auf ein Volumen von über 190 Millionen Dollar. Doch jetzt wagt sich mit dem Director Lee Styslinger ein erster Firmeninsider aus der Deckung und kauft ein erstes Aktienpaket von 10.000 Anteilen. Bei einem Kaufpreis von 164,54 Dollar je Aktie musste Styslinger für seinen Erwerb immerhin 1,64 Millionen Dollar auf den Tisch legen.

Workday stellt weltweit Cloud-Anwendungen für Unternehmen bereit. Die Anwendungen unterstützen die Kunden bei der Verwaltung wichtiger Geschäftsfunktionen und der Optimierung ihrer Finanz- und Personalressourcen. Die letzten Jahre zeigte der Konzern enorme Zuwachsraten. Seit 2009 kletterten die Umsätze von 25 Millionen Dollar auf 2,82 Milliarden Dollar in 2018. Allerdings verharrt Workday weiterhin tief in der Verlustzone.

Red Robin Gourmet Burgers:

Mit Red Robin Gourmet Burgers steht eine Schnellimbisskette auf der Kaufliste der Insider. Auch hier war der Aktienkurs zuletzt stark rückläufig. Seit September sackten die Papiere um über 20% in den Keller.

Das ermäßigte Kursniveau nutzten jetzt gleich drei Insider, um Aktienpakete einzusammeln. Insgesamt kauften sie 18.557 Aktien bei Kursen zwischen 26,90 und 27,32 Dollar (Gegenwert: rd. 750.000 Dollar). Derzeit betreibt der Konzern rund 560 Red Robin-Restaurants in den Vereinigten Staaten und Kanada, einschließlich Standorte, die im Rahmen von Franchisevereinbarungen betrieben wurden. Im letzten Quartal verharrte der Umsatz mit 294,2 Millionen Dollar in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Unter dem Strich rutschte der Konzern mit 24 Cent je Aktie in die Verlustzone.

Cigna:

Bei dem Versicherungskonzern Cigna zeigte die Kursentwicklung zuletzt steil nach oben. Im letzten halben Jahr verteuerten sich die Papiere immerhin um 25%. Trotz des Kursanstiegs erhöhte der Director Eric Foss seine Aktienposition zuletzt um 65% und erwarb 10.200 Aktien im Gegenwert von 1,99 Millionen Dollar. In den letzten zwölf Monaten kauften Insider 44.709 Aktien für 7,4 Millionen Dollar. Andererseits veräußerten Firmeninsider gleichzeitig 19.220 Aktien für 3,6 Millionen Dollar.

Zuletzt hat der Versicherungskonzern seine Jahresprognose angehoben. Der Konzern erwartet, dass die Erträge im Jahr 2020 und darüber hinaus mit einer langfristigen Rate von 10% bis 13% ansteigen werden.

Sujet-Börsenkurse_mit_Lupe_und_Taschenrechner-Eisenhans-82110313

Workday Aktie: Der Cloud-Überflieger aus AmerikaDie Workday Aktie profitiert vom Cloud-Boom wie kein anderes Unternehmen. Was ist das Besondere an Workday? › mehr lesen


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Alle_Sujets_Portrait_1-31_WEB_Muehlhoff
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.