Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

Kurse Laptop – shutterstock_532873330 phongphan

Insiderkäufe der Woche: Auf welche Titel die Firmeninsider jetzt setzen (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Newell Brands:

Bei dem Konsumgüterkonzern Newell Brands gab es zuletzt einen signifikanten Aktienkauf. Der Direktor Brett Icahn erhöhte seine Aktienposition um 33% auf 400.285 Aktien. Insgesamt kaufte er 100.000 Aktien bei einem Kaufkurs von 20,03 Dollar, was einem Transaktionswert von rund 2 Millionen entspricht.

Sie müssen wissen. Bei Brett Icahn handelt es sich um den Sohn des renommierten aktivistischen Investors Carl Icahn. Der Starinvestor hat zuletzt seinen Anteil ebenfalls deutlich ausgebaut (+16% im letzten Quartal). Insgesamt hält Icahn Senior jetzt 38,7 Millionen Aktien, was einem Gegenwert von 785 Millionen Dollar entspricht. Das entspricht 8,29% aller ausstehenden Firmenanteile. Damit gehört Icahn zu den größten Einzelaktionären der Gesellschaft.

Zuletzt stiegen die Aktien als bekannt wurde, dass sich Newell Brands von seinem Angelgeschäft Pure Fishing trennt. In der Sparte verkauft der Konzern Angelausrüstung, Köder und Ruten. Das Unternehmen erzielte 2017 einen Umsatz von rund 556 Millionen Dollar. Zugleich trennt sich Newell von Jostens, einem Anbieter von Jahrbüchern, Publikationen und anderen Produkten im akademischen Bereich. Jostens hatte 2017 einen Umsatz von 768 Millionen Dollar.

Wall Street – Die Party geht weiter…

Wall Street – Die Party geht weiter…Der dritte Handelstag des Börsenjahres 2018 ist gestern Abend an der Wall Street zu Ende gegangen. Wieder einmal konnten die amerikanischen Aktienmärkte deutlich zulegen und weitere Rekordstände erzielen. Die Partystimmung… › mehr lesen

Der Verkaufserlös beider Gesellschaften soll bei 2,5 Milliarden Dollar liegen.

The Hain Celestial Group:

Nach einen desaströsen Kursverlauf (-46% seit Jahresbeginn) finden Sie auch bei dem Anbieter von Lebensmitteln und Körperpflegeprodukten Hain Celestial auffällige Käufe eines Firmeninsiders. So erwarb der Vorstand Mark Schiller 45.800 Aktien im Gegenwert von fast 1,05 Millionen Dollar (Kaufkurs zwischen 22,77 und 22,94 Dollar).

Zuletzt lieferte der Hersteller von Bio- und Naturprodukten enttäuschende Quartalsergebnisse. Die Umsätze fielen um 5% auf 561 Millionen Dollar. Zugleich rutschte der Konzern in die Verlustzone (-23 Millionen Dollar).

Wynn Resorts:

Auch die Aktie des Hotel- und Unterhaltungskonzerns Wynn Resorts war zuletzt stark unter Druck. Im zurückliegenden Halbjahr schmolz der Aktienkurs um 46% zusammen. Das gesunkene Kursniveau nahm der Direktor Philip G. Satre zum Anlass, seine Aktienposition deutlich zu erhöhen. Insgesamt kaufte er 9.800 Aktien zu einem Preis von 103,01 Dollar je Anteil. Das kostete ihn immerhin 1,01 Millionen Dollar. Nach dem Zukauf hält der Firmeninsider 11.895 Aktien im Bestand.

Das Unternehmen betreibt mehrere Hotels mit angeschlossenen Spielkasinos. Das bekannteste ist das Wynn Las Vegas, welches Gründer Steve Wynn ab 2001 auf dem Gelände des ehemaligen Desert Inn-Hotels errichten ließ. Weitere Häuser des Unternehmens sind Encore Las Vegas und das Wynn Macau.

Nach den kürzlich gemeldeten Quartalszahlen tendierten die Papiere nochmals deutlich schwächer. Bei einem Umsatz von 1,66 Milliarden Dollar lag der Gewinn bei 182,3 Millionen Dollar und konnte damit die Erwartungen der Anleger nicht erreichen.


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Alle_Sujets_Portrait_1-31_WEB_Muehlhoff
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.