Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

immobilienfonds

Insidertransaktionen der Woche: Bei diesen kleinen Biotech-Startups decken sich Insider massiv mit Aktien ein und setzen auf weitere Kursgewinne (Foto: Vintage Tone/Shutterstock)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei noch junge Biotechnologiefirmen, die in der vergangenen Woche durch auffällige Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Aptinyx:

Seit dem Jahresanfang steht das Biotechnologie-Start-Up Aptinyx auf der Kaufliste der Firmeninsider. Insgesamt haben im Januar sechs verschiedene „Insider“ bei einer Kapitalerhöhung zugegriffen und sich über 4,7 Millionen Aktien bei einem Preis von 3 Dollar ins Portfolio gelegt. Insgesamt legten die Manager über 14,3 Millionen Dollar für die Zukäufe auf den Tisch.

Die Aptinyx-Aktie verzeichnete in der vergangenen Woche einen deutlichen Kursgewinn und handelt momentan bei 4,60 Dollar pro Stück deutlich über dem Kaufpreis der Firmeninsider und notiert zugleich auf dem höchsten Niveau der vergangenen Monate. Aptinyx ist ein biopharmazeutisches Unternehmen in der klinischen Phase, das sich auf die Behandlung von Erkrankungen des Gehirns und des Nervensystems konzentriert. Im zurückliegenden Geschäftsjahr lagen die Umsätze bei lediglich 6,57 Millionen Dollar. Zugleich fiel ein Verlust in Höhe von 53,28 Millionen Dollar an.

La Jolla Pharmaceuticals: 

Bei Jolla Pharmaceuticals gab es ebenfalls auffällige Aktientransaktionen zu beobachten. Obwohl sich der Aktienkurs seit Ende November letzten Jahres verdreifachte, liegt der Börsenwert momentan noch bei überschaubaren 210 Millionen Dollar. Zuletzt stockte der Direktor Kevin Tang seinen Anteil mit dem Kauf von rund 3 Millionen Aktien bei Kursen zwischen 4,99 und 6,66 Dollar seinen Anteil deutlich auf. Inzwischen hält Tang 7,91 Millionen Aktien und kontrolliert damit gut 30% aller Stimmrechte. Darüber hinaus sammelte der leitende Angestellt Darryl Wellinghoff ein kleines Aktienpaket über 3.000 Anteile einem Preis von 8,23 Dollar je Stück ein.

La Jolla Pharmaceuticals, ein biopharmazeutisches Unternehmen, konzentriert sich auf die Entdeckung, Entwicklung und Vermarktung von Therapeutika für lebensbedrohliche Krankheiten. Unter anderem wird ein Präparat zur Behandlung schwerer Malariafälle entwickelt. Im vergangenen Geschäftsjahr gingen erst 10 Millionen Dollar an Umsatz durch die Bücher. Unter dem Strich verharrte der Konzern mit 199 Millionen Dollar tief in der Verlustzone.

Osmotica Pharmaceuticals:

Bei der Aktie des von Osmotica Pharmaceuticals handelt es sich ebenfalls um eine Firma mit einem geringen Börsenwert von derzeit 305 Millionen Dollar. Seit dem Jahreswechsel kauften fünf verschiedene Firmeninsider bei einer Kapitalerhöhung 6,25 Millionen Aktien bei einem Preis von 5 Dollar je Anteilschein.

Zu den zugelassenen Produkten des Unternehmens gehören Spezialprodukte zur Behandlung des Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndroms (ADHS), Osmolex ER zur Behandlung von Parkinson, Lorzone zur Behandlung von Muskelkrämpfen, ConZip zur Schmerzbehandlung und Ontinua ER zur Behandlung von Opioid-Entzugserscheinungen.

Zuletzt kam Osmotica auf einen Jahresumsatz von 263,7 Millionen Dollar. Auf Grund der hohen Forschungsausgaben und des noch frühen Wachstumsstadiums fielen noch Verluste in Höhe von 109,4 Millionen Dollar an.

Aktien Symbolbild Bulle und Bär_shutterstock_531227905_gopixa

Bezugsrecht – Definition, Funktion & Beispiele Das Bezugsrecht entschädigt bei einer Kapitalerhöhung Altaktionäre für ihre Kursverluste. Mit Formeln lässt sich alles vom Bezugsverhältnis bis zum Dividendennachteil berechnen. › mehr lesen


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Rene König
Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter "GeVestor täglich". Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz