Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

Insidertransaktionen der Woche. Lesen Sie jetzt, wie Bill Gates sein Geld anlegt (Foto: Volodymyr Kyrylyuk / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Ecolab:

Bei dem weltweit führenden Anbieter von Reinigungs- und Hygieneprodukten für Hotels Ecolab zeigt sich der Großaktionär Bill Gates weiter zuversichtlich und stockt seine Aktienposition weiter auf. Insgesamt erwarb Gates 1,33 Millionen Aktien zu einem Preis zwischen 130,56 und 134,83 Dollar. Dafür legte der Microsoft-Gründer immerhin 176,96 Millionen Dollar auf den Tisch. Im Verhältnis zu seiner aktuellen Position ist der Kauf dennoch überschaubar. Unter dem Strich baute der Großaktionär seine Beteiligung um gut 4,5% aus. Mittlerweile hält Gates 29,825 Millionen Aktien beziehungsweise 10,3% aller ausstehenden Aktien des Konzerns.

Momentan laufen die Geschäfte bei dem Reinigungskonzern ausgesprochen gut. Zuletzt erzielte Ecolab bei einem Jahresumsatz von 13,83 Milliarden Dollar einen Gewinn von 1,50 Milliarden Dollar. Damit lag die Gewinnmarge bei 10,90% und somit auf dem höchsten Niveau der vergangenen 30 Jahre.

Mondelez:

Bei dem amerikanischen Lebensmittelgiganten Mondelez erwarb der Aufsichtsrat Peter W. May ein Aktienpaket im Gegenwert von 45,53 Millionen Dollar (1,02 Mio. Aktien zu 44,27 Dollar). Allerding ist die Aussagekraft der Transaktion zu relativieren. Zum einen gab es keine weiteren Käufe von anderen „Insidern“. Zum anderen fiel der Aufsichtsrat May zuletzt noch mit massiven Verkäufen auf. Anfang März hatte May seine Position halbiert und Aktien im Gegenwert von über 793 Millionen Dollar veräußert. Die Aktien erwarb May im Jahr 2013 – die Papiere waren bis vor kurzem gesperrt.

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Zuletzt hatte der aktivistische Investor Nelson Peltz den Aufsichtsrat des Lebensmittekonzerns verlassen, um mehr Zeit für andere Gremien zu haben. Im zurückliegenden Geschäftsjahr erzielte Mondelez bei einem Umsatz von 25,89 Milliarden Dollar einen Nettogewinn in Höhe von 2,92 Milliarden Dollar.

Transocean Ltd:

Einen doppelten Insiderkauf gab es in der vergangenen Woche bei Transocean. Bei der Firma handelt es sich um einen auf Tiefseebohrungen spezialisierten international tätigen Konzern mit Sitz in Steinhausen in der Schweiz.

Hier kauften ein Aufsichtsrat und ein Großaktionär zusammen 2 Millionen Aktien bei Kursen zwischen 9,27 und 9,30 Dollar. Insgesamt legten die beiden Anleger 18,60 Millionen Dollar für die Transaktionen auf den Tisch. Der Aufsichtsrat ist zugleich Mitinhaber der norwegischen Investmentfirma Perestroika, des wirtschaftlichen Eigentümers.

Erst kürzlich hat Transocean den norwegischen Ölspezialisten Songa Offshore in einem Milliarden Dollar schweren Deal erworben. Brisant: An der Firma ist auch der Investor Perestroika beteiligt.

Seit 2013 muss Transocean rückläufige Umsätze ausweisen. Zuletzt erzielte der Konzern mit 2,97 Milliarden Dollar immerhin 67% weniger Umsatz als noch im Jahr 2013. In zwei der vergangenen vier Jahre misslang dem Unternehmen der Sprung in die Gewinnzone.


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.