Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Zahlreiche Insider nutzen Novavax-Kursexplosion zum Ausstieg. Corona-Phantasie treibt Börsenwert auf über 7 Milliarden Dollar (Foto: katjen / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können. Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Element Solutions:

Bei dem Spezialchemiekonzern Element Solutions hält die positive Stimmung unter den Firmeninsidern weiter an. Nachdem drei Insider die Korrekturwelle im März bereits für Käufe gentutzt hatten, legte der Director Christopher Fraser im September nach und erwarb 8.000 Aktien für knapp 91.906 Dollar (Kaufpreis: 11,49 Dollar je Aktie). Einen deutlich größeren Kauf tätigte der Gründer und Director Martin Franklin vor wenigen Tagen: Zum Kurs von 11.50 Dollar sammelte der Firmeninsider 500.000 Aktien ein. Für die Transaktionen musste Franklin immerhin 5,75 Millionen Dollar auf den Tisch legen.

Das Unternehmen wurde 2013 von Martin E. Franklin mit finanzieller Unterstützung des renommierten Hedgefondsmanagers Bill Ackman gegründet.  Element Solutions produziert und liefert Spezialchemikalien für die unterschiedlichsten Industriebereiche (Unterhaltungselektronik, Kommunika-tionsinfrastruktur, Automobil, industrielle Oberflächenveredelung und Offshore-Ölförderung und -bohrung). Das Unternehmen war früher als Platform Specialty Products Corporation bekannt und änderte seinen Namen im Januar 2019 in Element Solutions.

Im zweiten Quartal erzielte der Konzern bei einem Umsatz von 387 Millionen Dollar einen hauchdünnen Gewinn von 1 Millionen Dollar.

Novavax:

Die Aktie des Impfstoffentwicklers Novavax ging in den letzten Monaten regelrecht durch die Decke. Die Firma aus Maryland hat zwar bisher noch keinen einzigen Impfstoff auf den Markt gebracht, die Aktie kletterte trotzdem seit dem Jahreswechsel um mehr als 2.600% in die Höhe. Die Phantasie der Anleger fußt auf den Forschungen für einen Corona-Impfstoff. Gerade hat Novavax die Phase-3-Wirksamkeitsstudie mit dem Corona-Impfstoffkandidaten NVX-CoV2373 in Großbritannien begonnen. Im Rahmen der Spätphasen-Studie sollen bis zu 10.000 Freiwillige im Alter von 18 bis einschließlich 84 Jahren aufgenommen werden. Die klinische Studie soll die Wirksamkeit, Sicherheit und Immunogenität von NVX-CoV2373 untersuchen. Laut Novavax hat der Impfstoff ein “vorteilhaftes Produktprofil” – so kann die potenzielle Corona-Vakzine beispielsweise bei zwei bis acht Grad Celsius gelagert werden.

Die Firmeninsider nutzen unterdessen das gestiegene Kursniveau, um ihre Aktienpakete zu versilbern. Alleine zwischen dem 28. September und dem 1. Oktober verkauften mehrere Insider ingesesamt 174.644 Novavax-Aktien. Bei Kursen zwischen 107 und 110,30 Dollar je Anteilschein summierte sich das Verkaufsvolumen auf über 19,1 Millionen Dollar.

Pulmonx:

Einen satten Buchgewinn haben die vier Firmeninsider bereits eingefahren, die beim Börsengang des Medizintechnikkonzerns Pulmonx zugegriffen haben. Zum Emissionspreis von 19 Dollar sammelten vier Direktoren 78.944 Aktien ein. Damit lag der Transaktionswert bei rund 1,5 Millionen Dollar. Inzwischen notiert die Aktie bei 41,30 Dollar und hat sich somit innerhalb weniger Handelstage bereits verdoppelt.

Hinter Pulmonx steht ein Medizintechnikunternehmen, das medizinische Geräte für die Diagnose und Behandlung chronisch obstruktiver Lungenerkrankungen entwirft. Im Rahmen des Börsengang flossen dem Konzern liquide Mittel von 190 Millionen Dollar zu. Der aktuelle Börsenwert liegt nach dem jüngsten Kurssprung bei 1,45 Milliarden Dollar.


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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