Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Bei diesen drei Firmen schlagen die Firmeninsider momentan kräftig zu. Catering-, Kreuzfahrt- und Erdölbranche stehen oben auf der Kaufliste. (Foto: Vytautas Kielaitis / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Aramark Corporation:

Bei dem in Philadelphia ansässigen Catering-Spezialisten zeigten sich zuletzt gleich zwei Insider zuversichtlich und haben nach dem jüngsten Kursrutsch ihre Bestände ausgebaut. Der Vorstand Eric Foss kaufte 92.564 Aktien zum Preis von 32,46 Dollar (Gegenwert: 1,67 Mio. Dollar), während sich der Direktor Stephen Sadove 6.000 Papiere bei einem Kurs von 32,72 Dollar (Gegenwert: 196.320 Dollar) ins Portfolio legte. Damit erhöhte Firmeninsider Foss seine Position um 5,8%, Sadove stockte seinen Bestand um 19% auf.

Aramark ist ein international tätiges Dienstleistungsunternehmen in den Bereichen Catering, Gastronomie und Servicemanagement. In Deutschland fasst das Unternehmen, das dort 1959 mit Automatenstationen gestartet ist, seine Aktivitäten in der Aramark Holdings GmbH & Co. KG zusammen und beschäftigt nach eigenen Angaben rund 9.200 Mitarbeiter. International sieht sich die Aramark Corporation im Bereich Catering und Facilitymanagement als führendes Unternehmen. Im vergangenen Jahr erzielte der Konzern bei einem Umsatz von 15,79 Milliarden Dollar einen Jahresgewinn in Höhe von 568 Millionen Dollar.

Royal Caribbean Cruises:

Auch bei dem Kreuzfahrtspezialisten Royal Caribbean Cruises konnten Sie zuletzt einen größeren Insiderkauf beobachten. So kaufte der Vorstand Richard Fain bei einem Preis von 105,60 Dollar 18.900 Aktien. Für die Transaktion musste der Firmeninsider knapp 2 Millionen Dollar auf den Tisch legen. Das ist übrigens der erste Insiderkauf in diesem Jahr.

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Royal Caribbean Cruises hat seinen Hauptsitz in Miami und operiert derzeit mit 46 Schiffen. Es befinden sich auch 50% der Anteile von TUI Cruises im Besitz des Unternehmens, sowie 66,7 % von Silversea Cruises. Royal Caribbean Cruises hat einen weltweiten Marktanteil von knapp 23 % und ist damit nach Carnival Corporation (Marktanteil: 45%) die weltweite Nummer zwei.

In den vergangenen Jahren erfreuten sich Kreuzfahrtreisen zunehmender Beliebtheit. Im letzten Jahr erzielte der Konzern einen Jahresumsatz von 8,77 Milliarden Dollar. Bei einem Gewinn in Höhe von 1,62 Milliarden Dollar lag die Gewinnspanne bei 18,51% und erreichte damit das höchste Niveau seit mehr als 15 Jahren.

Valero Energy:

Ebenfalls auffällige Insiderkäufe gab es zuletzt bei dem US-amerikanischen Mineralölunternehmen Valero Energy. Ein Direktor erwarb immerhin 25.000 Aktien und erhöhte damit sein Engagement in der Aktie um 87%. Bei einem Kaufkurs von 72,74 Dollar kostete der Zukauf den Firmeninsider 1,81 Millionen Dollar.

Valero Energy Corporation ist ein unabhängiges Unternehmen, das Erdölraffination und Ethanolproduktion betreibt. Zum 31. Dezember 2017 besaß das Unternehmen 15 Erdölraffinerien mit einer Gesamtkapazität von rund 3,1 Millionen Barrel pro Tag. Valero Energy ist damit der größte Raffinerieeigentümer in den Vereinigten Staaten und zählt zu den größten Tankstellenbesitzern in Nordamerika. Zugleich produziert und verkauft der Konzern auch Ethanol, Destillationskörner und Maiskeimöl, hauptsächlich an Raffinerien und Benzinmischer sowie an Futtermittelkunden.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr gingen bei Valero Energy 93,98 Milliarden Dollar an Umsatz durch die Bücher. Unter dem Strich erwirtschaftete der Konzern einen Jahresgewinn von 4,06 Milliarden Dollar.


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.