Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche. Bei dem Logistikriesen FedEx gibt es nach der Gewinnwarnung und dem Kurskollaps massive Aktienkäufe. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

FedEx:

Seit September ist der Kurs des Logistikriesen FedEx ordentlich unter Druck. In der Spitze verloren die Papiere über 40% und sackten von 260 Dollar bis auf unter 160 Dollar in den Keller. Beschleunigt wurde der Abwärtstrend als der Konzern im Dezember seine Gewinnprognose zurechtstutzte. Die Anleger wurden damit komplett auf dem falschen Fuß erwischt, weil das Unternehmen im September noch seine Planung angehoben hatte. Jetzt erwartet FedEx einen Gewinn je Aktie im Geschäftsjahr 2019 von 15,50 bis 16,60 Dollar vor Sonderposten. Bisher waren es 17,20 bis 17,80 Dollar.

Nach dem Kurskollaps wittert der Direktor David P. Steiner offenbar eine Kurschance und stockt seine Aktienposition deutlich auf. Bei einem Kurs von 162,92 Dollar erwarb der Firmeninsider 7.000 Aktien. Für den Zukauf musste Steiner immerhin 1,14 Millionen Dollar auf den Tisch legen. Damit erhöhte er sein Engagement um 36% und hält nach der Transaktion 25.994 Aktien.

TechnipFMC: 

Auch bei dem Energiespezialisten TechnipFMC gab es zuletzt einen interessanten Insiderkauf. Der Vorstand Douglas J. Pferdehirt kaufte 50.000 Aktien im Gegenwert von 960.000 Dollar (Kaufpreis je Aktie: 19,20 Dollar). TechnipFMC ist ein multinationales Unternehmen auf dem Gebiet der Ölfelddienstleistungen und des Anlagenbaus mit Hauptsitz in London. Das Unternehmen entstand 2017 aus der Fusion des französischen Anlagenbauers Technip mit dem US-amerikanischen Unternehmen FMC Technologies.

Zuletzt erzielte der Konzern bei einem Jahresumsatz von 15,05 Milliarden Dollar einen Jahresgewinn in Höhe von 113 Millionen Dollar.

Opko Health:

Bei dem US-Gesundheitskonzern Opko Health zeigt sich der Firmenboss Phillip Frost unverändert zuversichtlich und baut seine Aktienposition weiter aus. Alleine in der vergangenen Woche kaufte Frost 225.000 Aktien bei Kursen zwischen 2,88 und 3,15 Dollar. Insgesamt musste der Vorstand 693.000 Dollar für seine Käufe aufwenden. Sie müssen wissen: Frost ist seit langem auf der Käuferseite und hält mittlerweile 24,74 Millionen Aktien des Konzerns. Das sind inzwischen 4,7% aller ausstehenden Firmenanteile.

Opko Health ist ein Gesundheits-Unternehmen, das im Diagnostik- und Pharmageschäft tätig ist. Das Segment Diagnostics betreibt ein klinisches Labor, das Laboruntersuchungen zur Erkennung, Diagnose, Bewertung, Überwachung und Behandlung von Krankheiten anbietet. Im zurückliegenden Geschäftsjahr gingen bei Opko Health Umsätze in Höhe von 1,06 Milliarden Dollar durch die Bücher. Allerdings verharrt der Konzern weiterhin in der Verlustzone (-309 Millionen Dollar).


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.