Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Belgischer Milliardär auf Einkaufstour. Firmeninsider sammelt Kraft Hein-Aktien im Gegenwert von 420 Millionen Dollar ein. (Foto: Taiga / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Dun & Bradstreet:

Der US-Anbieter von Wirtschaftsinformationen Dun & Bradstreet feierte im Juli sein Comeback an den Kapitalmarkt. Nachdem die Papiere zu 22 Dollar je Anteil emittiert wurden, notiert die Aktien inzwischen bei knapp 26 Dollar. Auf diesem Kursniveau gab es nun die ersten Aktienkäufe von Firmeninsidern. Bei Kursen zwischen 26,31 und 26,39 Dollar griffen zwei Manager zu und legten sich insgesamt 42.000 Aktien ins Portfolio. Der Transaktionswert der Käufe lag bei über 1,1 Millionen Dollar. Für den Finanzvorstand Brian Hipsher (4.000 Aktien) waren es die ersten Käufe überhaupt, Vorstand Anthony Jabbour stockte seine Beteiligung hingegen um 11% auf mittlerweile 372.902 Aktien auf.

Dun & Bradstreet bietet Daten und Analysen für Geschäftsentscheidungen an. Dabei handelt es sich vorangig um Finanz- und Risikolösungen, darunter D&B Finance Analytics, eine Online-Anwendung, die Kunden Echtzeit-Zugang zu ihren Informationen, eine umfassende Überwachung und Portfolio-Analyse bietet oder auch D&B Direct, eine Anwendungsprogrammierschnittstelle (API), die Risiko- und Finanzdaten direkt in Unternehmensanwendungen für Kreditentscheidungen in Echtzeit liefert.

Im dritten Quartal gingen bei dem US-Konzern Umsätze von 442,1 Millionen Dollar durch die Bücher (+8,3% zum Vorjahresquartal). Unter dem Strich blieb ein bereinigter Nettogewinn von 101,3 Millionen Dollar hängen.

Xerox:

Beim Spezialisten für Dokumentenmanagementsystemen Xerox hat der Großaktionär Carl Icahn wieder zugeschlagen. Der als Aktivist bekannte Investor hat nochmals 1,06 Millionen Aktien eingesammelt. Bei Kaufkursen zwischen 18,26 und 18,93 Dollar je Anteil musste Icahn für die Zukäufe insgesamt 19,45 Millionen Dollar berappen. Mit den Transaktionen erhöhte sich sein Aktienbestand auf 28,52 Millionen Anteile, was 13,5% aller Stimmrechte entspricht.

Seit Jahresanfang hinkt die Xerox-Aktie mit einem Kursrückgang von gut 40% dem breiten Aktienmarkt deutlich hinterher. Im dritten Quartal erwirschaftete der Technologiekonzern einen Umsatz von 1,76 Milliarden Dollar, was einem Rückgang um 18% zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum entspricht. Parallel dazu schrumpfte der Quartalsgewinn von 221 auf 90 Millionen Dollar zusammen.

The Kraft Heinz Company:

Beim US-amerikanischen Lebensmittelriesen Kraft Heinz zeigt sich ein Bord-Mitglied ausgesprochen zuversichtlich und fällt durch signifikante Aktienkäufe auf. Alexandre Van Damme gilt mit einem geschätzten Vermögen von über 17 Milliarden als einer der reichsten Bürger Belgiens und hat nun kräftig eingekauft. Zum Kurs von 30,38 Dollar je Anteil legte sich Van Damme 13,849 Millionen weitere Kraft Heinz-Papiere ins Portfolio. Insgesamt musste der Director für die Zukäufe 420 Millionen Dollar auf den Tisch legen. Nach seinen Käufen hält Van Damme knapp 2,2% aller ausstehenden Aktien.

Der Konzern entstand 2015 aus einer Fusion der US-amerikanischen Lebensmittelhersteller Kraft Foods Group und der H. J. Heinz Company und sieht sich selbst als fünftgrößten Lebensmittelproduzenten der Welt. Im abgelaufenen dritten Quartal erwirtschaftet das Unternehmen ein Umsatzplus von 6% auf 6,44 Milliarden Dollar. Unter dem Strich blieb ein bereinigter Gewinn je Aktie von 70 Cent hängen, was 7 Cent über den Erwartungen der Analysten lag.

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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