Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Massive Insiderkäufe beim Biogen. Der US-Biotechnologie ist weiter auf dem Wachstumspfad und peilt für 2019 erneut ein Rekordergebnis an. (Foto: Casimiro PT / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Biogen:

Bei dem US-Biotechnologiekonzern Biogen kam es zuletzt zu deutlichen Aktienkäufen eines Directors. In den letzten Tagen erwarb der Firmeninsider Alexander Denner immerhin 62.800 Aktien zu Preisen zwischen 324,86 und 330,52 Dollar. Für die Zukäufe legte Denner immerhin 20,5 Millionen Dollar auf den Tisch. Mit dem Erwerb erhöht der Insider seinen Aktienbestand um 13,59% und hält nach dem Trade insgesamt 524.658 Biogen-Papiere.

Biogen ist ein US-amerikanischer Biotechnologiekonzern mit Sitz in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts. Der Konzern arbeitet und forscht in den Indikationsbereichen Neurologie, beschäftigt sich hier insbesondere mit der Multiplen Sklerose, Immunologie und Hämatologie.

Zuletzt hat der Konzern mit seinen Ergebnissen die Erwartungen der Analysten übertreffen können. Im vergangenen Jahr hatte Biogen vor allem von der anziehenden Nachfrage nach seinem neuen Mittel Spinraza profitiert, einer Arznei gegen Muskelschwund. Der Umsatz stieg insgesamt um 10% auf 13,5 Milliarden Dollar. Unter dem Strich verdiente Biogen 2018 somit 4,43 Milliarden Dollar – ein Anstieg von 75% zum Vorjahreswert.

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Kinder Morgan:

Auch bei der Aktie des Energieinfrastrukturkonzerns Kinder Morgan können Sie momentan auffällige Insidertransaktionen beobachten. Nach einem starken Kursplus von 20% seit Dezember griff der Gründer und Executive Chairman Richard Kinder zu und erhöhte seine Aktienposition. Insgesamt kaufte 215.260 Aktien. Bei Kaufkursen zwischen 17,92 und 18,05 Dollar je Anteilsschein kosteten ihn die Trades insgesamt 3,87 Millionen Dollar. Aber Sie müssen wissen. Im Vergleich zu seiner bestehenden Position (>235 Mio. Aktien) handelt es sich um einen „kleineren“ Zukauf.

Kinder Morgan betreibt 135.000 km Erdgas- und Erdöl-Pipelines und etwa 180 Tanklager in den Vereinigten Staaten. Das Unternehmen wurde von Richard Kinder gegründet und entstand 1997 als Spin-Off von Enrons Pipelinegeschäft. Zu Kinder Morgan gehören die Tochterunternehmen Kinder Morgan Energy Partners, Kinder Morgan Management und El Paso Pipeline Partners. Kinder Morgan ist außerdem der führende Lieferant von Kohlendioxid für die tertiäre Ölgewinnung in Nordamerika.

Discover Financial Services:

Bei dem Finanzkonzern Discover Financial Services griff der Vorstand Roger Hochschild zu und baute sein Aktienengagement weiter aus. Für 30.000 Papiere investierte er rund 2 Millionen Dollar (Kaufpreis: 66,67 Dollar je Aktie). Das ist der erste Kauf des Vorstands seit dem Oktober 2003. Seither war Hochschild nur auf der Verkäuferseite zu sehen.

Discover Financial Services ist ein amerikanisches Finanzdienst-leistungsunternehmen, das die Discover Bank besitzt und betreibt, die Giro- und Sparkonten, Privatkredite, Eigenheimkredite, Studentendarlehen und Kreditkarten anbietet. Sie besitzt und betreibt auch die Discover- und Pulse-Netzwerke und ist Eigentümerin von Diners Club International. Discover Card ist die drittgrößte Kreditkartenmarke in den Vereinigten Staaten, gemessen an den geltenden Karten, mit fast 50 Millionen Karteninhabern.

Bei einem Jahresumsatz von 10,89 Milliarden Dollar erzielte der Finanzkonzern zuletzt einen Nettogewinn in Höhe von 2,74 Milliarden Dollar. Das entspricht einer Gewinnspanne von 25,60%.


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.