Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Top-Insidertransaktionen der Woche: Medizintechnik-Firma Organogenesis Holdings zieht Firmeninsider magisch an. Aktienkäufe von sechs verschiedenen Insidern summieren sich auf über 20 Millionen Dollar (Foto: Kamira / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Organogenesis Holdings:

Der Medizintechnikkonzern Organogenesis Holdings ist zuletzt ins Fadenkreuz der Firmeninsider geraten. Bei Kursen zwischen 3,25 und 4,97 Dollar je Anteilsschein griffen gleich sechs verschiedene Firmeninsider zu. Insgesamt sammelten die Anteilseigner über 6,14 Millionen Aktien ein. Kumuliert erreichte der Transaktionswert 20,14 Millionen Dollar. Der Großteil der Käufe wurde im Rahmen einer Kapitalerhöhung durchgeführt, die bei 3,25 Dollar je Aktie bei den Investoren platziert wurde.

Organogenesis Holdings ist ein Unternehmen der regenerativen Medizin, das sich auf Lösungen für die fortgeschrittene Wundversorgung sowie den chirurgischen und sportmedizinischen Markt vor allem in den Vereinigten Staaten konzentriert.

Im dritten Quartal erzielte das Unternehmen bei einem Umsatz von 100,8 Millionen Dollar einen Nettogewinn von 20,9 Millionen Dollar.

Danaher Corporation:

Beim US-Mischkonzern Danaher Corporation gab es ebenfalls auffällige Aktientransaktionen zu beobachten. Der Vorsitzender des Verwaltungsrats Mitchell Rales erwarb zum Preis von 226,14 Dollar je Aktie 26.784 Anteilsscheine. Für die Zukäufe musste Rales immerhin 6,05 Millionen Dollar berappen. Auch wenn die Höhe der Kaufsumme hoch erscheint, in Relation zum Aktienbestand des Firmeninsiders ist die Transaktion eher überschaubar. Insgesamt hält Rales nach dem jünsten Kauf nämlich über 2,4 Millionen Danaher-Papiere.

Danaher bietet eine breite Palette an Produkten an, darunter Automobil- und Industriewerkzeuge, Transportprodukte sowie Präzisionsinstrumente. Zuletzt zeigte sich Danaher in der Corona-Pandemie erstaunlich robust. Im dritten Quartal kletterten die Umsätze um 34% auf 5,88 Milliarden Dollar in die Höhe. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 884 Millionen Dollar hängen. Damit lag die Gewinnspanne bei 15,02%, was nahezu dem Niveau des vegleichbaren Vorjahresquartals entspricht (15,26%).

Biglari Holdings:

Seit März haben sich die Aktien von Biglari Holdings deutlich von unter 40 auf 107 Dollar erholt. Auf diesem Niveau sehen die Firmeninsider aber offenbar weiteres Kurspotenzial und sammeln weitere Aktienpakete ein. Sowohl der Firmengründer und Vorstand Sadar Biglari als auch der Director John Cardwell legten sich weitere Aktien ins Portfolio. Die Käufe summierten sich auf 37.259 Aktien. Bei Kaufkursen zwischen 96,46 und 113,06 Dollar je Aktie ergibt sich damit ein Transaktionsvolumen von 3,83 Millionen Dollar.

Biglari Holdings betreibt und konzessioniert über ihre Tochtergesellschaften in erster Linie Restaurants in den Vereinigten Staaten. Zum 31. Dezember 2019 betrieb der Konzern 368 von der Firma Steak n Shake betriebene Restaurants und 213 Franchise-Einheiten sowie 4 von der Firma Western Sizzlin betriebene Restaurants und 48 Franchise-Einheiten.

Zugleich ist der Konzern auch im Versicherungsgeschäft für gewerbliche Lkw-Fahrer tätig und betreibt Öl- und Erdgasgrundstücke vor der Küste des Golfs von Mexiko. Darüber hinaus veröffentlicht das Unternehmen auch Zeitschriften unter den Markennamen MAXIM und Maxim.

Im zurückliegenden Quartal erzielte Biglari bei einem Umsatz von 101,8 Millionen Dollar eine Gewinnmarge von 21,1%.

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