Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

Stift Tablet – shutterstock_525817939 phongphan

Insidertransaktionen der Woche. Bei diesen drei Firmen investieren Insider Millionenbeträge. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Post Holdings: 

Bei dem amerikanischen Konsumgüterspezialisten Post Holdings konnten Sie vor wenigen Tagen einen substanziellen Aktienkauf eines Firmeninsiders beobachten. Bei einem Kurs von 96,71 Dollar kaufte der Director William Stiritz 134.059 Aktien und legte dafür immerhin 12,96 Millionen Dollar auf den Tisch. Damit erhöhte Stiritz seinen Aktienbestand um 53,6% auf 384.132 Aktien.

Post Holdings ist als Holdinggesellschaft für Konsumgüter in den Vereinigten Staaten und international tätig. Das Produktsortiment umfasst unter anderem Lebensmittelzutaten, Kühlprodukte und Nahrungsergänzungsmittel.

Im zurückliegenden Quartal meldete der Konzern bei einem Umsatz von 1,41 Milliarden Dollar einen Gewinn je Aktie in Höhe von 1,11 Dollar. Das entspricht einem Gewinnwachstum von 26% und lag deutlich über den Erwartungen der Analysten (1 Dollar je Aktie).

Bulle Bär – dominic8 – shutterstock_218090794

Aktienkauf-Meldepflicht: Regeln und gesetzliche VorgabenNicht alle Aktionäre eines Unternehmens sind gleich, denn wer mehr Anteile besitzt, hat auch mehr Stimmen auf der Aktionärsversammlung zur Verfügung. Die Meldepflicht trägt diesem Umstand Rechnung. › mehr lesen

Kinder Morgan:

Bei der Aktie des Energieinfrastrukturkonzerns Kinder Morgan hält die positive Stimmung unter den Insidern an. In den letzten Tagen zeigte sich der Firmengründer und Chairman Richard weiter zuversichtlich und legte kräftig nach. Insgesamt kaufte Richard 714.932 Aktien bei Preisen zwischen 17,83 und 18,33 Dollar. Damit kamen die Zukäufe auf einen Gegenwert von 12,9 Millionen Dollar. Inzwischen verfügt der Firmengründer über ein riesiges Aktienpaket von 236,29 Millionen Stücken.

Kinder Morgan betreibt 135.000 km Erdgas- und Erdöl-Pipelines und etwa 180 Tanklager in den Vereinigten Staaten. Das Unternehmen wurde von Richard Kinder gegründet und entstand 1997 als Spin-Off von Enrons Pipelinegeschäft. Zu Kinder Morgan gehören die Tochterunternehmen Kinder Morgan Energy Partners, Kinder Morgan Management und El Paso Pipeline Partners. Kinder Morgan ist außerdem der führende Lieferant von Kohlendioxid für die tertiäre Ölgewinnung in Nordamerika.

Archer Daniels Midland:

Die Aktien des Getreide- und Ölsaatenspezialisten Archer Daniels Midland standen zuletzt nach schwächeren Quartalszahlen unter Druck. Die Korrekturbewegung nutzte der Director Donald Felsinger, um sich eine erste Aktienposition ins Depot zu legen. Der Firmeninsider erwarb 60.000 Aktien zu 41,80 Dollar je Stück (Volumen: 2,50 Millionen Dollar).

Archer Daniels Midland mit Sitz in Chicago, Illinois, betreibt mehr als 270 Produktionsstätten weltweit, in denen Getreide und Ölsaaten zu verschiedenen Produkten verarbeitet werden, die in Lebensmitteln, Getränken, Industrieprodukten und Futtermitteln eingesetzt werden. ADM ist einer der größten Verarbeiter von Sojaschrot, Sojaöl, Palmöl, Ethanol, Fruktosesirup und Backmehlen.

Zuletzt erzielte ADM einen Quartalsumsatz von 15,95 Millionen Dollar, was leicht unter dem Vorjahresniveau lag (16,07 Millionen Dollar). Zugleich berichtete das Chicagoer Unternehmen über einen Gewinn von 315 Millionen Dollar im vierten Quartal. Das lag deutlich unter dem Gewinn von 788 Millionen Dollar im Vorjahresquartal, als ADM von der Steuerreform der Trump-Regierung profitierte.


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Alle_Sujets_Portrait_1-31_WEB_Muehlhoff
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.