Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

Insidertrades der Woche: Microsoft-Gründer Bill Gates stockt Ecolab-Position weiter auf. Reinigungskonzern erzielt höchste Gewinnmarge seit 30 Jahren (Foto: Casimiro PT / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Ecolab:

Bei Ecolab, dem weltweit führenden Anbieter von Reinigungs- und Hygieneprodukten für Hotels, stockt der Großaktionär Bill Gates seine Aktienposition weiter auf. Nachdem er in der Vorwoche bereits 1,3 Millionen Aktien gekauft hat, meldete der Microsoft-Gründer nochmals Käufe von 491.499 Aktien zu Kursen zwischen 136,63 und 137,53 Dollar. Insgesamt musste Gates für die Käufe über 67 Millionen Dollar auf den Tisch legen. Mittlerweile hält Gates 30,68 Millionen Aktien und damit 10,62% aller ausstehenden Aktien des Unternehmens.

Momentan laufen die Geschäfte bei dem Reinigungskonzern ausgesprochen gut. Zuletzt erzielte Ecolab bei einem Jahresumsatz von 13,83 Milliarden Dollar einen Gewinn von 1,50 Milliarden Dollar. Damit lag die Gewinnmarge bei 10,90% und somit auf dem höchsten Niveau der vergangenen 30 Jahre.

März 2018: Auf diese Aktien setzt Eminence CapitalRicky Sandler kombiniert Value und wachstumsstarke Firmen. Pharmadienstleister schafft es unter die Top 3-Investments des erfolgreichen Investors › mehr lesen

Bank of New York Mellon:

Bei dem amerikanischen Finanzinstitut hat in der Vorwoche der Director Edward P. Garden zugegriffen. Insgesamt kaufte Garden 360.000 Aktien zum Preis von 56,67 Dollar. Damit investierte Garden 20,39 Millionen Dollar. Was viel klingt, ist im Verhältnis zur bestehenden Position aber eine überschaubare Transaktion. Denn mit dem Zukauf baute der Garden sein Engagement lediglich um gut 2% aus.

Die Zuversicht von Garden steht im Gegensatz zur Einschätzung des US-Brokers Goldman Sachs. Nach einem Investorentreffen hatte Goldman die Aktie zuletzt auf Halten herabgestuft und den fairen Wert mit 60 Dollar taxiert (aktueller Kurs: 54,34 Dollar).

American Assets Trust:

Nach einem deutlichen Kursrückgang kam es bei dem amerikanischen Immobilienspezialisten zu Aktienkäufen. Nachdem die Papiere in den vergangenen sechs Monaten von 41,34 Dollar bis auf unter 32 Dollar gefallen war, zeigte sich der Vorstand Ernest Rady zuversichtlich und erwarb mehr als 259.000 Aktien. Bei einem Kurs von 32,59 bis 33,22 Dollar je Anteilsschein musste er dafür 8,55 Millionen Dollar aufbringen. Nach seinem Kauf hält Rady insgesamt 5,70 Millionen Aktien des Konzerns.

Der Immobilien-REIT investiert hauptsächlich in Einzelhandels-, Büro-, Wohn-, und gemischte Immobilien in Kalifornien, Hawai und Oregon.


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.