Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Diese Firmen tauchen auf der Hitliste der Insider auf. Unter anderem beim Öl-Konzern Kinder Morgan ist der Firmengründer weiter auf der Käuferseite. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Hain Celestial Group:

Bei dem amerikanischen Lebensmittelkonzern Hain Celestial konnten Sie zuletzt massive Insiderkäufe beobachten. Bei Kursen zwischen 19,24-19,40 Dollar kaufte der Director Glenn W. Welling gut 1 Millionen Aktien. Insgesamt gab der Firmeninsider für die Zukäufe 19,37 Millionen Dollar aus und erhöhte seinen Aktienbestand um satte 76%. Mittlerweile hält Welling knapp 2,3% aller ausstehenden Firmenanteile.

Die Hain Celestial ist ein Unternehmen mit Sitz in Lake Success, im US-Bundesstaat New York. Der Konzern ist ein Lebensmittelunternehmen, stellt aber auch Körperpflegeprodukte her. Im zurückliegenden Geschäftsjahr gingen bei Hain Celestial Umsätze in Höhe von 2,45 Milliarden Dollar durch die Bücher. Unter dem Strich gelang dem Unternehmen mit 10 Millionen Dollar aber nur hauchdünn der Sprung in die Gewinnzone.

Auf Sicht der letzten 12 Monate entwickelten sich die Papiere mit -44% deutlich schlechter als der Gesamtmarkt.

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Kinder Morgan:

Seit Ende Januar tauchen die Papiere des Öl- und Gaskonzerns Kinder Morgan immer wieder in der Hitliste der größten Insidertransaktionen auf. Auch in der vergangenen Woche hat der Firmengründer Richard Kinder wieder zugegriffen. Kinder kaufte nochmals 900.000 Aktien im Gegenwert von 17,35 Millionen Dollar (Kaufpreis zwischen 19,23 und 19,33 Dollar je Aktie).

Nach den Transaktionen hält der Firmeninsider 237,911 Millionen Aktien und damit rund 10,5% aller ausstehenden Firmenanteile.

Kinder Morgan ist ein US-amerikanisches Unternehmen mit Firmensitz in Houston, Texas. Der Konzern betreibt 135.000 km Erdgas- und Erdöl-Pipelines und etwa 180 Tanklager in den Vereinigten Staaten. Das Unternehmen wurde von Richard Kinder gegründet und entstand 1997 als Spin-Off von Enrons Pipelinegeschäft. Zu Kinder Morgan gehören die Tochterunternehmen Kinder Morgan Energy Partners, Kinder Morgan Management und El Paso Pipeline Partners. Das Unternehmen ist zugleich der führende Lieferant von Kohlendioxid für die tertiäre Ölgewinnung in Nordamerika.

Bei einem Jahresumsatz von 14,14 Milliarden Dollar erzielte Kinder Morgan im vergangenen Geschäftsjahr einen Gewinn in Höhe von 1,60 Milliarden Dollar.

Cott:

Bei dem kanadischen Getränke- und Gastronomieunternehmen Cott griffen zuletzt gleich mehrere Firmeninsider zu. Insgesamt kauften zwei Vorstände und ein Director 98.462 Aktien bei Kursen zwischen 14,77 bis 14,88 Dollar. Die Zukäufe kosteten die Insider 1,46 Millionen Dollar. Für den Director war es der erste Aktienkauf, die beiden Vorstände erhöhten mit den Transaktionen ihre Bestände um mehr als 30%.

Im vergangenen Jahr erreichte Cott ein Umsatzwachstum von 4,5% auf 2,37 Milliarden Dollar. Zeitgleich schaffte das Unternehmen den Sprung in die Gewinnzone. Nach einem hauchdünnen Verlust in 2017, kletterte der Jahresgewinn zuletzt auf 383 Millionen Dollar.


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.