Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Die Insidertransaktionen der Woche: Bei diesen Firmen spekulieren Firmeninsider auf den nächsten Kurssprung (Foto: Monster Ztudio / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Hain Celestial Group:

Bei dem amerikanischen Lebensmittelkonzern Hain Celestial hält die positive Stimmung unter den Firmeninsidern an. Nach den starken Käufen um den Monatswechsel legte der größte Einzelaktionär, der Hedgefonds Engaged Capital, nochmals nach und erwarb über 3,97 Millionen Aktien bei Kursen zwischen 19,97 und 21,30 Dollar. Die Käufe kosteten den Investor knapp 82,4 Millionen Dollar. Zugleich kaufte der Gründer des Hedgdefonds, Glenn W. Welling, ein ebenso großes Aktienpaket.

Der Fonds hat sich bereits im September 2017 mit der Firma darauf geeinigt, dass Hain seinen Vorstand umstrukturieren und strategische Alternativen, einschließlich eines Verkaufs der Gesellschaft, prüfen wird.

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Die Hain Celestial ist ein Unternehmen mit Sitz in Lake Success, im US-Bundesstaat New York. Der Konzern ist ein Lebensmittelunternehmen, stellt aber auch Körperpflegeprodukte her. Im zurückliegenden Geschäftsjahr gingen bei Hain Celestial Umsätze in Höhe von 2,45 Milliarden Dollar durch die Bücher. Unter dem Strich gelang dem Unternehmen mit 10 Millionen Dollar aber nur hauchdünn der Sprung in die Gewinnzone.

The Medicines Company:

Bei dem Pharmakonzern The Medicines Company häuften sich zuletzt ebenfalls auffällige Aktienkäufe. Seit Anfang März stockte der Direktor Alexander J. Denner seinen Bestand um immerhin 855.000 Aktien auf. Bei einem Kaufkurs zwischen 24,91 und 26,07 Dollar musste Denner für die Transaktion über 21,7 Millionen Dollar auf den Tisch legen.

Das Pharma-Unternehmen wurde 1996 gegründet ist in erster Linie in der Intensivmedizin im Krankenhausmarkt tätig. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung von Inclisiran, einem lipidsenkenden Medikament zur Senkung des LDL-Cholesterins (LDL-C) bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Centurylink:

Nach einer desaströsen Kursentwicklung (-43,9% im letzten halben Jahr) zeigen sich die Firmeninsider bei Centurylink mittlerweile wieder zuversichtlicher und wagen ersten Aktienkäufe. Insgesamt kauften gleich drei Insider, ein Director sowie der Finanzchef und der Vorstand Aktien. Unter dem Strich sammelten die Insider 141.000 Aktien im Gegenwert von 1,67 Millionen Dollar ein. Der Kaufpreis je Aktie lag zwischen 11,75 und 11,95 Dollar.

CenturyLink ist ein amerikanisches Telekommunikationsunternehmen mit Sitz in Monroe (Louisiana). Im Schlussquartal rutschte der Konzern bei einem Umsatz von 5,78 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal: 6,01 Mrd. Dollar) in die Verlustzone. Zeitglich wurde die jährliche Dividende von 2,16 auf nunmehr nur noch 1 Dollar je Aktie nach unten geschraubt. Bei einem aktuellen Kurs von 12,34 Dollar ergibt sich damit dennoch eine Dividendenrendite von knapp über 8%.


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.