Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Top-Insidertransaktionen der Woche: Bei der Drogeriekette CVS haben gleich vier Firmeninsider zugeschlagen und große Aktienpakete gekauft. (Foto: Casimiro PT)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Activision Blizzard:

Die Aktie des amerikanischen Spieleherstellers Activision Blizzard war in den vergangenen Monaten stark unter Druck. Seit Oktober verloren die Papiere über 40% an Wert. Das ermäßigte Kursniveau nutzte jetzt der Director Peter J. Nolan, um seinen Aktienbestand massiv nach oben zu fahren. Nolan kaufte 100.000 Aktien bei einem Kurs von 42,95 Dollar. Die Zukäufe kosteten ihn 4,295 Millionen Dollar. Zuvor hielt der Firmeninsider lediglich 9.093 Aktien.

Activision Blizzard ist ein Computer- und Videospiele-Konzern mit Sitz in Santa Monica, USA. Das Unternehmen entstand aus der Fusion des Publishers Activision mit Vivendi Universal Games. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Bereiche Action, Adventure, Sport, Rollen- und Strategiespiele.

Das Portfolio von Activision Blizzard umfasst Bestseller im Videospielbereich wie Call of Duty, Skylanders, World of Warcraft, StarCraft und Diablo. Im zurückliegenden Geschäftsjahr gingen bei dem US-Konzern Umsätze in Höhe von 7,5 Milliarden Dollar durch die Bücher. Zugleich erwirtschaftete Activision Blizzard einen Gewinn in Höhe von 1,8 Milliarden Dollar.

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Arconic:

Bei dem Leichtmetallspezialisten Arconic gab es zuletzt gleich eine ganze Reihe von Investoren, die ihre Aktienbestände erhöht haben. Alleine der neue ernannte Finanzvorstand John C. Plant erwarb 210.000 Aktien bei Kursen zwischen 18,16 und 18,83 Dollar (Gegenwert rd. 3,9 Millionen Dollar). Zugleich stockte der Hedgefonds Elliott seine Position um 800.000 Aktien auf und legte dafür 14,33 Millionen Dollar auf den Tisch. Zu guter Letzt kaufte ein weiterer Director ein kleines Aktienpaket (2.000 Stück) im Gegenwert von 33.500 Dollar.

Arconic ist in der Entwicklung und Herstellung von hochwertigen Materialien und leistungsfähigen Komponenten aus Aluminium, Leichtmetalllegierungen und Titan tätig. Zuletzt kam der Konzern bei einem Jahresumsatz 14,01 Milliarden Dollar auf einen Gewinn in Höhe von 642 Millionen Dollar.

CVS Health:

Auch bei der amerikanischen Pharmazie- und Drogeriehandelskette CVS Health konnten Sie zuletzt auffällige Insidertransaktionen beobachten. Nach einer schwachen Aktienentwicklung (-26% im letzten halben Jahr) schlugen vier Firmeninsider bei Kursen zwischen 52,71 und 53,59 Dollar zu. Insgesamt kauften die vier Direktoren 23.500 Aktien im Gegenwert von 1,67 Millionen Dollar.

CVS Health ist eine US-amerikanische Pharmazie- und Drogeriehandelskette, die ihre Geschäfte unter den Namen CVS caremark, CVS pharmacy und CVS minute clinic betreibt. In den USA ist die Gesellschaft in über 30 Bundesstaaten vertreten – vor allem im östlichen Teil des Landes. Zum Angebot von CVS Health zählen verschiedene Dienstleistungen im medizinischen Bereich. Außerdem unterhält der Konzern Drogerien, Apotheken und Spezialgeschäfte und verkauft Produkte über das Internet.

Zuletzt belief sich der Jahresumsatz auf 194,57 Milliarden Dollar. Allerdings rutschte der Konzern in 2018 auf Grund einer Abschreibung in Höhe von 6 Milliarden Dollar auf den Apothekendienstleister Omnicare in die Verlustzone (-594 Millionen Dollar).


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.