Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Top-Insidertransaktionen der Woche: Nach Kurskollaps bei der größten US-Apothekenkette wagt sich ein Vorstand aus der Deckung - erster Aktienkauf seit einem Jahr. (Foto: katjen / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Revlon: 

Bei dem Kosmetikriesen Revlon zeigt sich der Großaktionär Ronald O. Perelman unverändert zuversichtlich und ist weiter auf der Käuferseite unterwegs. Seit Anfang April stockte der Firmeninsider seine Position um weitere 180.000 Aktien auf. Bei Kaufkursen zwischen 20,09 und 21,28 Dollar musste Perelmann für die Transaktionen immerhin rund 3,7 Millionen Dollar auf den Tisch legen.

Inzwischen hält der Firmeninsider und Großanleger 46,033 Millionen Revlon-Aktien und kontrolliert damit über 86% aller Stimmrechte.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr musste Revlon einen Umsatzrückgang von 4,7% verkraften. Unter dem Strich verharrte der US-Kosmetikspezialist mit 294 Millionen Dollar in der Verlustzone.

Walgreens Boots Alliance:

Der Kurs der größten US-amerikanischen Apothekenkette Walgreens Boots Alliance war zuletzt stark unter Druck. Obwohl der breite Aktienmarkt seit Jahresbeginn deutlich zulegen konnte, notieren die Walgreen-Papiere mit beinahe 20% in der Verlustzone. Zuletzt hatten enttäuschende Quartalszahlen und eine reduzierte Jahresprognose den Kursrutsch beschleunigt und die Aktie auf ein Mehrjahrestief geschickt.

Das aktuelle Kursniveau stuft der Chief Operating Officer Ornella Barra offenbar als attraktiv ein und legte sich 18.000 Aktien ins Portfolio. Bei einem Kaufkurs von 54,56 Dollar lag das Transaktionsvolumen bei 982.080 Dollar. Der Kauf war der erste Kauf eines Firmeninsiders seit einem Jahr.

Der Apothekeneinzelhandel stand zuletzt unter Druck, da Investoren über die zunehmende Marktmacht des Onlinegiganten Amazon besorgt sind. Die Aktien der Walgreens-Rivalen CVS Health und Rite Aid befinden sich ebenfalls auf einem mehrjährigen Tiefstand. Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte Wallgreen Boots Alliance bei einem Umsatz von 131,54 Milliarden Dollar einen Nettogewinn in Höhe von 5,02 Milliarden Dollar.

Costco Wholesale Corporation:

Nach einer starken Performance der Costco Wholesale Corporation (+21% seit Jahresbeginn) hat der Direktor John W. Meisenbach den ersten Aktienkauf seit langem getätigt. Überwogen in den vergangenen Monaten die Verkäufe (seit Mitte März 6,93 Mio. Dollar), so kaufte Meisenbach gerade 3.000 Aktien im Gegenwert von 727.935 Dollar (Kaufkurse: 242,65 Dollar).

Die Costco Wholesale Corporation ist eine US-amerikanische Großhandelskette mit Hauptsitz in Issaquah bei Seattle, Bundesstaat Washington. Costco bietet in 762 Geschäften in den USA, Australien, Kanada, Mexiko, Vereinigten Königreich, Südkorea, Japan, Island, Spanien, Frankreich und Taiwan ständig rund 3.300 Produkte an sowie 500 Sonder-Artikel. Angestrebt wird ein großer Warenumschlag zu extrem günstigen Preisen. In den USA macht der Umsatz mit der Eigenmarke Kirkland rund 26 % des Konzernumsatzes aus. Dabei agiert Costco als Klub, bei dem Kunden jährlich Mitgliedsbeiträge zahlen.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr gingen bei dem US-Konzern 141,58 Milliarden Dollar durch die Bücher. Der Nettogewinn lag bei 3,13 Milliarden Dollar und damit 16% höher als im Vorjahr.


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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