Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

Erdöl Symbolbild Aufbewahrung_shutterstock_727266628_Avigator Thailand

Insidertransaktionen der Woche: Kellogg-Vorstand nutzt Rücksetzer zum Einstieg und fährt seinen Aktienbestand massiv nach oben (Foto: Avigator Thailand / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei noch junge Biotechnologiefirmen, die in der vergangenen Woche durch auffällige Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Enterprise Products Partners:

Mit Energy Products Partners steht ein Öl-Konzern auf der Kaufliste der Insider ganz weit oben. Randa Duncan, die Tochter des Firmengründers Dan Duncan, setzte zuletzt ihre Kaufserie fort. Duncan kaufte seit Anfang Februar 650.000 Aktien. Bei einem Kaufkurs zwischen 25,51 und 26,40 Dollar je Aktie musste sie für die Zukäufe knapp 17 Millionen Dollar auf den Tisch legen. Inzwischen hält die Randa Duncan 4,58 Millionen Aktien des Konzerns. Zudem kaufte Anfang Februar ein Vorstand ein Vorstand ein kleineres Aktienpaket im Gegenwert von 19.700 Dollar.

Enterprise Products ist ein US-amerikanischer Pipelinebetreiber. Das Unternehmen betreibt ein Netz von 49.000 Meilen Pipelines in den Vereinigten Staaten. Davon entfallen 33.000 km auf Erdgas, 32.000 km auf Flüssiggas (Natural Gas Liquids), 10.000 km auf Rohöl und knapp 7.000 km auf Produktenleitungen. Zusätzlich werden Kavernenspeicher, Terminals und Anlagen zur Erdgasaufbereitung sowie zur Abtrennung von Flüssiggasen aus nassem Erdgas betrieben.

Bei einem Jahresumsatz von 32,78 Milliarden Dollar erzielte der Konzern zuletzt einen Nettogewinn von 4,59 Milliarden Dollar. Damit erreichte EPD mit einer Gewinnmarge von 14% das höchste Niveau seit mehr als 15 Jahren.

Kellogg:

Im Nachgang schwacher Quartalszahlen musste die Aktie des Lebensmittelkonzerns Kellogg Anfang Februar einen Rücksetzer verbuchen. Diesen nutzte der Vorstand Steve Cahillane, um seine Aktienposition deutlich auszubauen. Bei einem Kurs von 65,33 Dollar erwarb Cahillane 16.810 Aktien im Gegenwert von 1,09 Millionen Dollar. Damit stockte er seinen Aktienbestand um rund 50% auf inzwischen 50.565 Aktien auf.

Die Kellogg Company (auch Kellogg’s) ist eines der weltweit größten Unternehmen für Getreideprodukte, speziell Frühstücksflocken, mit Produktionsstätten in zwanzig Ländern. Es wurde 1906 unter dem Namen Battle Creek Toasted Corn Flake Company von Will Keith Kellogg in Battle Creek, Michigan, gegründet. Im Jahr 1894 war Kellogg zusammen mit seinem Bruder John Harvey Kellogg die Herstellung der ersten Cornflakes gelungen. 1922 wurde die Battle Creek Toasted Corn Flake Company umbenannt und erhielt ihren heutigen Namen – Kellogg Company.

Zuletzt erzielte der Lebensmittelkonzern bei einem Jahresumsatz von 13,57 Milliarden Dollar einen Nettogewinn in Höhe von 960 Millionen Dollar.

Spectrum Brands:

Bei dem US-Mischkonzern Spectrum Brands haben zuletzt gleich zwei Firmeninsider zugeschlagen. Zusammen kauften der Finanzvorstand Jeremy Smeltser und der Vorstand David Maura 25.014 Aktien im Gegenwert von rund 1,5 Millionen Dollar.

Spectrum Brands ist ein Mischkonzern, der von Haushaltselektronikleingeräten über Herbizide und Heimtierbedarf eine sehr breite Produktpalette anbietet. Zu den zahlreichen Marken gehören beispielsweise Black & Decker, Black Flag, IAMS und Kwikse.

Zuletzt hat der Konzern mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen recht deutlich verfehlt. Die Umsätze lagen im zurückliegenden Quartal mit 871,5 Millionen Dollar knapp 3% unter den Schätzungen der Analysten. Beim Gewinn je Aktie war die Diskrepanz noch größer. Mit einem Gewinn je Anteilschein von 20 Cent je Aktie wurde die Prognose um 42% verfehlt.

Erdöl Symbolbild Aufbewahrung_shutterstock_727266628_Avigator Thailand

Ölpreis-Update: Die US-Produzenten benötigen höhere PreiseVom Absturz im März hat sich der Ölpreis sehr gut erholt. Doch für ein profitables Geschäft benötigt die US-Ölbranche Preise von rund 50 USD pro Barrel. › mehr lesen


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Alle_Sujets_Portrait_1-31_WEB_Muehlhoff
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter von Richard Mühlhoff. Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz