Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Top-Insidertransaktionen der Woche: Tesla-Boss Elon Musk greift im Rahmen der Kapitalerhöhung zu und legt sich 10 Mio. Dollar schweres Aktienpaket zu (Foto: Andrei Tudoran / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Tesla:

Die Aktie des Elektroautopioniers Tesla beeindruckte zuletzt mit einer extrem starken Kursentwicklung. Innerhalb von sechs Monaten explodierten die Papiere regelrecht von 214 Dollar bis auf in der Spitze über 900 Dollar. Das erhöhte Kursniveau nutzte der US-Konzern geschickt, um eine Kapitalerhöhung bei seinen Anlegern zu platzieren und somit frisches Geld für die weitere Expansion einzusammeln. Im Rahmen der Kapitalerhöhung griff auch Firmenboss Elon Musk zu und legte sich mehr als 13.000 Aktien zu 767 Dollar je Stück ins Depot. Für den Zukauf musste Musk knapp 10 Millionen Dollar auf den Tisch legen. Im Rahmen der Kapitalmaßnahme erwarb zudem ein Director 1.250 Papiere für rund 1 Millionen Dollar.

Zuletzt zeigte sich Firmenchef Elon Musk wie gewohnt zuversichtlich. Das Produktionsziel von 500.000 Autos im Jahr 2020 werde man „locker übertreffen“, auch weil die neu eröffnete Fabrik in Shanghai in diesem Jahr bereits 150.000 Autos produzieren soll, vor allem den Mittelklassewagen Model 3, in kleineren Stückzahlen auch die elektrische Sattelzugmaschine „Semi“.

Enterprise Product Partners:

Zuletzt notierten Ölkonzerne durch die rasante Ausbreitung des Corona-Virus und der damit verbundenen Sorgen um eine mögliche Bremswirkung auf die Konjunktur deutlich schwächer. Das gedrückte Kursniveau nutzte die Tochter des Firmengründers und setzte ihre Kaufserie bei Enterprise Product Partners mit Hochdruck fort. Randa Duncan kaufte in der letzten Woche nochmals 200.000 Aktien im Gegenwert von knapp 5,2 Millionen Dollar. Allein im Februar hat Duncan 850.000 Aktien bei Kursen zwischen 25,40 und 26,32 Dollar je Anteil eingesammelt.

Enterprise Products ist ein US-amerikanischer Pipelinebetreiber. Bei einem Jahresumsatz von 36,53 Milliarden Dollar erzielte der Konzern zuletzt einen Nettogewinn von 4,23 Milliarden Dollar. Damit erreichte EPD mit einer Gewinnmarge von 11,42% das höchste Niveau seit mehr als 15 Jahren. Nach dem 20%igen Kursrückgang der Aktie dürften sich beiden Firmeninsider auch über die hohe Dividendenrendite freuen. Diese liegt nun wieder bei fast 7%.

Moderna:

Bei dem Biotechnologieunternehmen Moderna sammelte der Director Paul Sagan zuletzt signifikant Aktien ein. Insgesamt erwarb Sagan 52.631 Aktien bei einem Kurs von 19 Dollar (Kaufvolumen: 999.989 Dollar). Damit erhöhte der Firmeninsider seinen Aktienbestand um 14% auf mittlerweile 420.407 Aktien.

Moderna ist ein Biotechnologieunternehmen, das Therapeutika und Impfstoffe auf der Basis von Boten-RNA für die Behandlung von Infektionskrankheiten, Immun-Onkologie, seltenen Krankheiten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen entwickelt. Zuletzt hat Moderna eine wichtige Zulassung der US-Gesundheitsbehörde FDA für seine Zika-Behandlung erhalten.

Bislang sind die Gesamtumsätze aber noch sehr überschaubar. Im zurückliegenden Geschäftsjahr erzielte Moderna bei 135 Millionen Dollar Umsatz einen Verlust von 384 Millionen Dollar. Der Börsenwert liegt derzeit bei 6,22 Milliarden Dollar.

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Rene König
Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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