Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

Insidertransaktionen der Woche. Lesen Sie jetzt, wie der jüngste Sohn des Versandhausgründers Werner Otto sein Geld anlegt (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

DDR:

Massive Aktienkäufe gab es bei dem auf Shopping-Center fokussierten US-Immobilien-Investment-Trust DDR. Einschließlich der vergangenen Woche kaufte der Aufsichtsrat Alexander Otto mehr als 2,43 Millionen Aktien. Bei einem Durchschnittspreis von 6,95 bis 7,3 Dollar entsprachen die Transaktionen einem Gegenwert von 17,16 Millionen Dollar. Mit den Trades erhöhte Otto seine Position auf 52,148 Millionen Aktien. Damit hält der jüngste Sohn des Hamburger Versandhausgründers Werner Otto über 14% des US-Konzerns.

Die Aktienkäufe folgen nach einem starken Einbruch des Kurses. Sie müssen wissen: Im Jahr 2016 notierten die Papiere noch bei knapp über 20 Dollar. Zuletzt waren die Aktien von Immobilien-REITs wegen dem Zusammenbruch des Spielzeughändlers und Mieters Toys „R“ Us unter Druck geraten.

Entercom Communications:

Bei der Aktie des amerikanischen Radiosenders Entercom Comunications hatten die Anleger zuletzt wenig Freude. Auf Sicht der vergangenen 12 Monate summieren sich die Verluste auf über 30%. Der Aufsichtsrat Joseph Field nutzte das gedrückte Kursniveau, um seine Aktienposition deutlich auszubauen. In der vergangenen Woche erwarb er 410.000 Aktien zum Kurs von 9,68 Dollar. Seit Anfang März kaufte Field über 1,54 Millionen Aktien für rund 16 Millionen Dollar.

Zuletzt verdoppelte sich der Umsatz des Konzerns im vierten Quartal auf 246,6 Millionen Dollar. Der Zuwachs stammt vor allem aus der Übernahme der Radiostationen von CBS für über 4 Milliarden Dollar. Auf Grund eines positiven Steuereffekts schoss der Nettogewinn von 10,8 auf 232,4 Millionen Dollar in die Höhe.

Tiffany & Co.:

Bei dem 1837 gegründeten Juwelier aus den Vereinigten Staaten zeigten sich gleich zwei Insider zuversichtlich. So sammelten der Vorstandsvorsitzender und ein weiterer Director 20.000 Aktien zwischen 97,58 und 98,68 Dollar ein. Insgesamt investierten die beiden „Insider“ 1,93 Millionen Dollar. Allerdings gab es auch gegensätzliche Transaktionen. Ein weiterer Director verkaufte in der vergangenen Woche 9.000 Aktien.

Zuletzt lag der Luxuskonzern mit seinen Quartalsergebnissen unter den Erwartungen der Analysten. Auf Grund hoher Investitionen enttäuschten sowohl die Verkäufe auf bestehender Verkaufsfläche als auch der prognostizierte Gewinn für das Gesamtjahr.

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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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