Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: American Airlines im Fokus. Sieben Firmeninsider schlagen gleichzeitig zu und positionieren sich großen Aktienpaketen bei der Fluglinie. (Foto: Gagliardilmages / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

MGM Resorts International:

Signifikante Aktienkäufe von Firmeninsidern gab es zuletzt bei dem Casino- und Hotelbetreiber MGM Resorts International. Nachdem bereits Anfang Mai ein Director 800.000 Aktien im Gegenwert von 20,32 Millionen Dollar erworben hatte, legte in der vergangenen Woche mit Keith Meister ein weiterer Director nach. Hinter Meister verbirgt sich übrigens kein anderer als der Gründer von Corvex Management, einem renommierten US-Hedgefonds.

Im Laufe des neuen Jahres berief der Unterhaltungskonzern den Hedge-Fonds-Manager in seinen Vorstand und erweiterte die Zahl der Direktoren von 12 auf 13. Damals besaß das Corvex Management von Meister 15,7 Millionen MGM-Aktien, was einem Anteil von 3% entspricht.

In der letzten Woche legte Meister nach und stockte seine Beteiligung um 3,67 Millionen Aktien bei Kursen zwischen 25,40 und 26,45 Dollar auf. Die Zukäufe kosteten den Hedgefondsmanager mehr als 95 Millionen Dollar. Inzwischen hält der Firmeninsider 18,56 Millionen Aktien an dem Unterhaltungskonzern.

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Das Unternehmen MGM Resorts International (vormals MGM Grand und MGM Mirage) ist mit 35 Casinos weltweit heute nach Caesars Entertainment der zweitgrößte Casinobetreiber. In den USA managt MGM 30 Casinos, 19 davon in Las Vegas. Im ersten Quartal konnte der Konzern eine Umsatzsteigerung von 12,8% auf 3,18 Milliarden Dollar erzielen. Allerdings blieben mit 31,30 Millionen Dollar Gewinn 85% weniger übrig als im vergleichbaren Vorjahresquartal.

American Airlines:

Bei der US-Fluggesellschaft American Airlines schlugen zuletzt gleich mehrere Firmeninsider zu und fielen mit deutlichen Aktienkäufen auf. Insgesamt kauften sieben Führungskräfte 110.000 Aktien bei Kursen zwischen 27,63 und 28,60 Dollar. Damit belief sich der Wert der Transaktionen auf über 3 Millionen Dollar.

Bedeutend waren die Käufe vor allem, weil sie nicht Teile eines Beteiligungsprogramms waren, auf Grund dessen Führungskräfte Aktien kaufen müssen. Vor allem der Vorstand Douglas Parker stockte seine Beteiligung kräftig auf. Parker erwarb 50.000 Aktien für immerhin 1,4 Millionen Dollar.

Zum 31. Dezember 2018 betrieb das Unternehmen eine Streckenflotte von 956 Flugzeugen. Das Unternehmen bedient 350 Ziele in rund 50 Ländern. Bei einem Jahresumsatz von 44,54 Milliarden Dollar blieb zuletzt ein Jahresgewinn in Höhe von 1,41 Milliarden Dollar übrig.

Teva Pharmaceuticals:

Nach einem massiven Kurssturz der Aktie des Pharmariesen Teva Pharmaceuticals (-40% seit Jahresbeginn) zeigte sich zuletzt der Director Sol Barer zuversichtlich und kaufte 215.500 Aktien nur knapp über einem mehrjährigen Kurstief zwischen 8,98 und 9,60 Dollar. Für die Käufe musste Barer gut 2 Millionen Dollar auf den Tisch legen.

Teva Pharmaceuticals Industries gehört zu den 15 größten internationalen Pharmaunternehmen und ist einer der weltweit führenden Hersteller von Generika. Insgesamt konzentriert sich das Unternehmen auf die Fachbereiche Onkologie, Neurologie, Pneumologie und Frauenheilkunde. Zuletzt stand der Konzern allerdings stark unter Druck. Strafzahlungen in der Opiad-Krise, Untersuchungen wegen möglicher Preisabsprachen und eine hohe Schuldenlast ließen den Kurs stark einbrechen.


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.