Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Hedgefondslegende Paul Singer macht Twitter-Boss Beine. Erste Erfolge sind bereits sichtbar (Foto: Twin Design / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei noch junge Biotechnologiefirmen, die in der vergangenen Woche durch auffällige Insidertransaktionen aufgefallen sind:

American Homes 4 Rent:

Bei dem Immobilienspezialisten American Homes 4 Rent kam es im Zuge der deutlichen Kursausschläge in den letzten Tagen zu signifikanten Aktientransaktionen. Seit Anfang März legten sich zwei Direktoren 2,15 Millionen Aktien bei einem Kurs zwischen 27,94 und 28,62 Dollar je Stück zu. Insgesamt belief sich der Transaktionswert damit auf rund 61 Millionen Dollar. Aber beachten Sie: Im gleichen Zeitraum kam es auch zu zwei Verkäufen mit einem Gesamtgegenwert von 1,32 Millionen Dollar durch zwei Vorstände.

Hinter American Homes 4 Rent steht einer der führenden Immobilienkonzerne der USA, der sich auf die Entwicklung, Renovierung, Vermietung und den Betrieb von Einfamilienhäusern konzentriert. Zum 31. Dezember 2019 besaß das Unternehmen 52.552 Einfamilienhäuser in ausgewählten Teilmärkten in 22 Staaten. Zuletzt erzielte die Firma bei einem Jahresumsatz von 1,1 Milliarden Dollar einen Gewinn von 141 Millionen Dollar.

Newell Brands:

Bei dem Konsumgüterkonzern Newell Brands kam es ebenfalls zu auffälligen Aktienkäufen. Seit Anfang März kauften vier Firmeninsider rund 466.000 Aktien. Bei Kaufkursen zwischen 14,09 und 16,39 Dollar je Anteil belief sich der Gesamtwert aller Transaktionen auf über 7,2 Millionen Dollar.

Newell Brands wurde bereits im Jahr 1902 gegründet. Der einzige Geschäftsinhalt war damals die Herstellung und der Vertrieb von Gardinenstangen. Das erste Newell-Produkt, welches US-weit erhältlich wurde, war eine Gardinenstange mit einer Oberflächenveredlung aus Bronze. Ab diesem Zeitpunkt konzentrierte sich Newell auf Großabnehmer. Inzwischen entwickelt, produziert und vertreibt der Konzern weltweit Konsum- und Handelsprodukte. Von Stiften über Etikettierlösungen, Babyausstattung bis hin zu Hygienesystemen und Sicherheitsausrüstungen.

Seit 2017 bröckelten die Jahresumsätze von 11,17 auf zuletzt 9,71 Milliarden Dollar. Im gleichen Zeitraum schmolz die Gewinnspanne von 24,6 auf 1,10% zusammen.

Twitter:

Bei dem Kurznachrichtendienst Twitter hat sich gerade die Hedgefondslegende Paul Singer eingekauft. Der aktivistische Investor sammelte 4% aller ausstehenden Aktien ein und legte dafür über eine Milliarde Dollar auf den Tisch. Damit rangiert Singer unter den 10 größten Aktionären des US-Konzerns. Mit seinen Forderungen ließ der streitsüchtige Großinvestor nicht lange auf sich warten.

Der von Paul Singer gemanagte Hedgefonds bemängelt, dass Twitter-Boss Jack Dorsey, der zugleich Vorstand des Fintechs Square ist und dort eine deutlich größere Beteiligung hält als an Twitter, seine Aufgabe als Konzernchef des Kurznachrichtendienstes vernachlässigt. Zudem macht der Finanzinvestor Silver Lake Partners, der über eine Milliarden Dollar in eine Wandelanleihe von Twitter investiert hat, Druck.

Offenbar mit Erfolg: Dorsey will ein 2 Milliarden Dollar schweres Aktienrückkaufprogramm auflegen. Überdies soll die Twitter-Führung sich künftig vor einem neuen „Aufsichtsgremium“ verantworten, dessen Einrichtung die einstufige Unternehmensführung durch das Board aufweicht – ein Novum in einem US-Unternehmen. Zugleich soll der 43-jährige bis Jahresende seine Nachfolgeregelung auf den Tisch legen.

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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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