Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Dell-Firmengründer nutzt Kursrückgang und baut Aktienposition signifikant aus. Auch beim Öl-Giganten Exxon nutzen Insider günstigere Kurse zum Einstieg (Foto: Ken Wolter / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Dell Technologies:

Auf Sicht der zurückliegenden 12 Monate liegt die Aktie des US-amerikanischen Herstellers von Computern und Speichersystemen Dell deutlich (-43%) im Minus. Das ermäßigte Kursniveau lockte nun einen Käufer an. Der Firmengründer und Vorstand Michael Dell legte kräftig nach und sammelte bei Kursen zwischen 27,01 und 34,23 Dollar insgesamt 828.200 Aktien ein. Der Gegenwert der Transaktionen lag kumuliert bei immerhin 26,25 Millionen Dollar. Damit erhöhte Dell seinen Aktienbestand um 157% auf mittlerweile 1,38 Millionen Aktien.

Dell Technologies entstand aus der Übernahme von EMC durch Dell im Jahr 2016. Das Unternehmen ist ein führender Anbieter von Servern und Speicherprodukten, PCs, Monitore und Peripheriegeräte und Virtualisierungssoftware. Zu den Marken des Unternehmens gehören Dell, Dell EMC, VMware, Boomi, Secureworks und Virtustream. Das Unternehmen ergänzt seine traditionellen Mainstream-Server und PCs durch Hardware- und Softwareprodukte für Hybrid-Cloud-Umgebungen.

Im letzten Geschäftsjahr gingen bei Dell Umsätze in Höhe von 92,15 Milliarden Dollar durch die Bücher. Der Jahresgewinn lag bei 4,61 Milliarden Dollar.

Exxon Mobile Corporation:

Im Zuge des Ölpreiskollaps sackte die Aktie des Öl-Giganten Exxon Mobile kräftig in den Keller. Mussten Anleger zum Jahreswechsel noch rund 70 Dollar für einen Anteilschein auf den Tisch legen, wechselten zuletzt die Aktien für 31 Dollar je Stück den Besitzer. Auf diesem Niveau kauften gleich drei verschiedene Firmeninsider und legten sich zwischen 33,80 und 48,09 Dollar insgesamt 68.771 Aktien zu. Der Gesamtwert der Transaktionen seit Anfang März belief sich damit auf über 2,5 Millionen Dollar.

Die Exxon Mobil Corporation, kurz ExxonMobil, ist ein US-amerikanischer Mineralölkonzern, der 1999 durch den Zusammenschluss von Exxon (Standard Oil of New Jersey) und Mobil Oil (Standard Oil Company of New York) entstanden ist. Zum 31. Dezember 2019 verfügte der Konzern über etwa 23.857 netto betriebene Bohrlöcher mit nachgewiesenen Reserven von 22,4 Milliarden öläquivalenten Barrel.

Im letzten Geschäftsjahr erzielte der Öl-Riese bei einem Umsatz von 255,58 Milliarden Dollar einen Nettogewinn in Höhe von 14,34 Milliarden Dollar.

Autozone:

Bei Autozone, dem zweitgrößten Händler von Kfz-Ersatzteilen in den Vereinigten Staaten, stockte ein Direktor seinen Aktienbestand nach dem Kursrücksetzer kräftig auf. Bei Preis von 886 Dollar sammelte Michael Calbert 2.000 Aktien ein. Für die Zukäufe legte Calbert 1,77 Millionen Dollar auf den Tisch. Damit erhöhte er seinen Aktienbestand massiv um beinahe 500%.

In den letzten Jahren lief es bei dem Teilehändler ausgesprochen gut. Seit 2009 kletterten die Umsätze von 6,81 auf 11,86 Milliarden Dollar nach oben. Zeitgleich erhöhte Autozone seine Gewinnspanne von 9,64 auf 13,63%. Damit erreichte der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr die höchste Profitabilität der Firmengeschichte.

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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

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