Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Firmeninsider legt bei SAP-Rivalen Oracle nach und erwirbt millionenschweres Aktienpaket (Foto: josefkubes / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Oracle:

Bei dem Softwareriesen Oracle baute ein Aufsichtsratsmitglied seinen Aktienbestand in der letzten Woche massiv aus. Der Firmeninsider Charles Moorman erwarb 30.000 Aktien bei Kursen zwischen 45,23 und 48,29 Dollar je Anteilschein. Insgesamt lag das Transaktionsvolumen bei 1,42 Millionen Dollar. Mit den Zukäufen erhöhte Moorman seinen Bestand signifikant um mehr als 350%.

Die Oracle Corporation gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Soft- und Hardwareprodukten. Das Unternehmen entwickelt, produziert, vermarktet und vertreibt Datenbank- und Middleware-Softwarelösungen, Applikationssoftware und Computerhardware wie Server und Speichersysteme. Zuletzt haben vor allem florierende Cloud-Services dem SAP-Rivalen zu einem überraschend deutlichen Umsatzplus verholfen. In den drei Monaten bis Ende Februar legten die Erlöse verglichen mit dem Vorjahreswert um 2% auf 9,8 Milliarden Dollar. Der Gewinn lag bei 2,57 Milliarden Dollar, was einer Nettogewinnmarge von 26,25% entspricht.

Cheniere Energy:

Die Aktie des amerikanischen Erdgaskonzerns Cheniere Energy wurde zuletzt im Zuge des kollabierenden Ölpreises in Sippenhaft genommen und kam stark unter die Räder. Das ermäßigte Kursniveau sehen zahlreiche Firmeninsider als attraktive Kaufgelegenheit und stockten zuletzt ihre Aktienbestände deutlich auf. Seit Anfang März erwarben fünf Aufsichtsratsmitglieder und der Vorstand Jack Fusco 36.381 Aktien bei Preisen zwischen 37,91 und 47,34 Dollar je Stück. Insgesamt legten die Firmeninsider für ihre Zukäufe über 1,85 Millionen Dollar auf den Tisch.

Cheniere Energy verfügt über ein differenziertes Geschäftsmodell. In der Regel verflüssigt das Unternehmen für Kunden in seinen Anlagen Erdgas im Rahmen langfristiger, gebührenpflichtiger Verträge. Die meisten großen Öl- und Gasunternehmen betreiben dagegen LNG-Anlagen, damit sie das von ihnen produzierte Erdgas an globale Abnehmer verkaufen können. Durch die Konzentration auf die Herstellung von LNG begrenzt das Geschäftsmodell von Cheniere das direkte Risiko der Volatilität der Rohstoffpreise. Dieser Ansatz ermöglicht es, einen sehr vorhersehbaren Cashflow zu generieren.

Im letzten Geschäftsjahr erzielte der Erdgasspezialist bei einem Umsatz von 9,73 Milliarden Dollar einen Nettogewinn in Höhe von 648 Millionen Dollar.

National Health Investors:

Die 1991 gegründete National Health Investors ist ein Immobilien-investmentfonds, der sich auf Sale-Leaseback-, Hypotheken- und Mezzanine-Finanzierungen von bedarfsorientierten Seniorenwohnungen und medizinischen Einrichtungen spezialisiert hat. Im Zuge der Ausverkaufsstimmung an den Aktienmärkten rutschten die National Health Investors Papiere von 90 bis auf 33 Dollar in den Keller. Zuviel, wenn es nach der Meinung der Firmeninsider geht.

Seit Mitte März haben gleich drei Firmeninsider, unter andere der Vorstand und drei Aufsichtsratsmitglieder 33.622 Aktien gekauft. Bei Kaufkursen zwischen 36,16 und 60,27 Dollar belief sich das Kaufvolumen auf rund 1,3 Millionen Dollar.

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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.