Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Zwölf Insider greifen bei Kapitalerhöhung des Restaurantbetreibers Darden Restaurants zu. Erholungsbewegung der Aktie setzt sich weiter fort (Foto: Casimiro PT / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können. Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Halliburton:

Mit einem Kursminus von über 60% seit dem Jahreswechsel hat die Aktie des Ölkonzerns Halliburton kräftige Einbußen verzeichnet. Auf dem deutlich ermäßigten Kursniveau wittert der Director Murry Gerber offenbar eine spürbare Unterbewertung. Bei Kursen zwischen 6,78 und 8,68 Dollar legte sich der Firmeninsider 505.763 Aktien zu. Insgesamt musste Gerber für die Zukäufe fast 4,1 Millionen Dollar auf den Tisch legen. Nach den Transaktionen hält Gerber 574.879 Aktien.

Halliburton ist ein international agierender Konzern und führender Anbieter von technischen Dienstleistungen, Wartungsdiensten, Planungs- und Entwicklungsservices sowie Zulieferer verschiedener Produkte an Unternehmen aus der Erdöl- und Energieindustrie und auch für Unternehmen der öffentlichen Hand.

Vor wenigen Tagen gab der Konzern bekannt, den größten Teil seiner Geschäftstätigkeit in Venezuela einzustellen, nachdem das US-Finanzministerium strengere Vorschriften für dort tätige Firmen auferlegt hat.

Darden Restaurants:

Mit Darden Restaurants taucht ein weiteres Unternehmen auf der Liste der Insiderkäufe auf, das durch die Corona-Krise starke Bremsspuren zu verzeichnen hat. Der Konzern besitzt und betreibt über seine Tochtergesellschaften Full-Service-Restaurants in den Vereinigten Staaten und Kanada. Insgesamt sind es fast 1.800 Restaurants. Auf Grund der vorübergehenden Ladenschließungen verbrennt der Restaurantbetreiber trotz eines umfangreichen Sparpakets wöchentlich 20 Millionen Dollar. Jetzt hat sich Darden Restaurants mit der Platzierung von neuen Aktien zusätzliche Liquidität gesichert.

Im Rahmen der Kapitalerhöhung zeigten sich zahlreiche Firmeninsider zuversichtlich und griffen beherzt zu. Insgesamt kauften 12 Insider, darunter auch der Vorstand und Finanzchef, 77.808 Aktien. Bei einem Kaufkurs von 58,50 Dollar ergibt sich damit ein Transaktionsvolumen von 4,55 Millionen Dollar.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte die 1968 gegründete Restaurantkette bei einem Umsatz von 8,5 Milliarden Dollar noch einen Jahresgewinn in Höhe von 713 Millionen Dollar.

AT&T:

Auch beim US-Konzern AT&T gab es zuletzt auffällige Aktientransaktionen zu beobachten. Bei einem Kurs von 29,38 Dollar je Anteil erwarben zwei Firmeninsider zusammen 42.754 Aktien. Das Kaufvolumen lag entsprechend bei 1,25 Millionen Dollar.

AT&T ist ein nordamerikanischer Telekommunikationskonzern. AT&T stellt neben Telefon-, Daten- und Videotelekommunikation auch Mobilfunk und Internetdienstleistungen für Unternehmen, Privatkunden und Regierungsorganisationen zur Verfügung. Lange Zeit hatte der Konzern eine Monopolstellung in den USA und Kanada. Daher war die Firma auch lange die größte Telefongesellschaft der Welt und der weltgrößte Kabelfernsehbetreiber. Die Gesellschaft beschäftigte zeitweise mehr als eine Million Mitarbeiter.

Zuletzt erzielte AT&T bei einem Jahresumsatz von 181,1 Milliarden Dollar einen Nettogewinn von 13,9 Milliarden Dollar.


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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