Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Großaktionär kauft bei Fitnessgerätehersteller Peloton Interactive weiter zu. Peloton schraubt Jahresprognose rauf und heizt Kursrally an - Aktie seit dem März-Tief mit mehr als 100% Kursplus. (Foto: katjen / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können. Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Peloton Interactive:

Kurz vor der Veröffentlichung der Peloton-Quartalszahlen hat der Großaktionär Woodson Capital Management seinen Aktienbestand weiter ausgebaut. Bei Kursen zwischen 30,95 und 33,4 Dollar erwarb der Investor 200.000 Aktien im Gegenwert von über 6,5 Millionen Dollar. Mit den Zukäufen erhöhte Woodson Capital Management seinen Aktienbestand auf 4,61 Millionen Aktien, was 1,5% aller Stimmrechte entspricht. Am 07. Mail schoss die Aktie im Rahmen der Präsentation der Geschäftszahlen deutlich nach oben und der Präsident William Lynch nutzte den Kurs von 45,17 Dollar, um 100.000 Aktien zu veräußern (4,51 Mio. Dollar).

Unterdessen waren die vorgelegten Ergebnisse bärenstark und machen deutlich, dass der Hersteller von Fitness Fahrrädern mit einem großen Bildschirm zu den Gewinnern der Corona-Krise gehören könnte. Über einen monatlichen Beitrag können die Bike-Besitzer an Internet-Kursen teilnehmen. Allein im Startquartal erhöhte sich der Umsatz um ein Drittel auf 524,6 Millionen Dollar. Die Zahl der Abonnenten habe sich mehr als verdoppelt auf 886.000. Für das im Juni endende Geschäftsjahr erwartet Peloton ein Umsatzplus von 89% auf 1,72 bis 1,74 Milliarden Dollar. Zuvor war der Konzern von maximal 1,55 Milliarden Dollar ausgegangen.

The GEO Group:

Bei The GEO Group hat der Firmenchef George Zoley seine Kaufserie wieder aufgenommen. Zuletzt war Zoley im März mit zwei weiteren Firmeninsidern auf der Käuferseite zu finden. Jetzt hat der Vorstand nochmals 250.000 Aktien bei Kursen zwischen 11,24 und 11,43 Dollar erworben. Insgesamt musste Zoley für die Transaktionen rund 2,83 Millionen Dollar auf den Tisch legen.

Die GEO-Gruppe ist der erste voll integrierte Equity Real Estate Investment Trust, der sich auf die Finanzierung, die Entwicklung und den Betrieb von sicheren Einrichtungen zur Wiedereingliederung von ehemaligen Häftlingen in die Gemeinschaft in den Vereinigten Staaten, Australien, Südafrika und Großbritannien spezialisiert hat. Zu den weltweiten Aktivitäten von GEO gehören der Besitz und/oder das Management von 126 Einrichtungen mit insgesamt ca. 94.000 Betten, einschließlich in Entwicklung befindlicher Projekte, mit einer Belegschaft von ca. 23.000 Fachkräften.

Zuletzt erzielte der Konzern bei einem Jahresumsatz von 2,47 Milliarden Dollar einen Nettogewinn von 167 Millionen Dollar.

Illinois Tool Works:

Beim Hersteller von Industrie- und Ausrüstungsprodukten Illinois Tool Works griffen auf dem ermäßigten Kursniveau der Vorstandsvorsitzende und ein Direktor zu. Gemeinsam kauften die beiden Firmeninsider 6.875 Aktien bei einem Kurs zwischen 158,42 und 159,12 Dollar. Der Gegenwert der Käufe lag zusammen bei rund 1,25 Millionen Dollar.

Illinois Tool Works ist ein diversifizierter globaler Hersteller, der spezialisierte Industrieausrüstung, Verbrauchsmaterialien und damit verbundene Dienstleistungen herstellt. Das Unternehmen betreibt 87 globale Divisionen in sieben verschiedenen Betriebssegmenten: Automobil-OEMs, Bauprodukte, Lebensmittelausrüstung, Spezialprodukte, Test-/Messgeräte und Elektronik, Polymere und Flüssigkeiten sowie Schweißen.

Im Startquartal konnte der Konzern die Analystenerwartungen toppen. Bei einem Umsatz von 3,22 Milliarden Dollar (-9% zum vergleichbaren Vorjahresquartal) erzielte das Unternehmen einen Gewinn je Aktie von 1,77 Dollar (-2,2%). Die Analysten waren im Vorfeld der Zahlen nur von 1,71 Dollar je Anteilschein ausgegangen.

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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

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