Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Top-Insidertransaktionen der Woche: Firmeninsider setzen beim Flugzeugzulieferer TransDigm klares Zeichen. Aktienkäufe erreichen beachtliches Volumen von beinahe 180 Millionen Dollar (Foto: andersphoto / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können. Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

TransDigm Group:

Die Aktie des Luftfahrtzulieferers TransDigm hinkt trotz einer starken Erholung seit Mitte März (+50%) dem breiten Aktienmarkt deutlich hinterher. Seit dem Jahreswechsel liegen die Papiere weiterhin 30% in der Verlustzone. Auf diesem Niveau gab es zuletzt abermals Kaufaktivitäten von Firmeninsidern zu beobachten. Bereits zu Tiefstkursen im März hatte der Direktor Robert Small seinen Aktienbestand deutlich ausgebaut. Jetzt erwarb Small nochmals 373.930 Aktien. Bei Kursen zwischen 311,52 und 350,80 Dollar je Aktie musste der Firmeninsider immerhin 179 Millionen Dollar auf den Tisch legen. Zugleich sammelte mit Sean Hennesy ein weiterer Insider 2.000 Aktien im Gegenwert von 692.892 Dollar ein.

Transdigm ist auf die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Systemen und Komponenten für die Luft- und Raumfahrt spezialisiert. Einsatz finden die hergestellten Produkte in nahezu allen kommerziellen und militärischen Flugzeugen. Etwa 55% der Umsätze werden im Aftermarket erzielt, und etwa 90% der Erlöse entfallen auf Eigenprodukte. Darüber hinaus stammen rund 80% des Umsatzes von Produkten, für die Transdigm der alleinige Lieferant ist.

Zuletzt ist die Nachfrage nach Flugzeugkomponenten auf Grund der Corona-Krise drastisch eingebrochen. Von den langfristigen Perspektiven scheinen die Firmeninsider hingegen hochüberzeugt zu sein.

Bausch Health:

Bei dem Pharmakonzern Bausch Health gab es ebenfalls im Zuge der Aktienmarktkorrektur im März zahlreiche Aktienkäufe. Zum damaligen Zeitpunkt griffen gleich vier unterschiedliche Firmeninsider zu. Vor wenigen Tagen hat der renommierte Hedgefondsmanager John Paulson seine Position deutlich ausgebaut. Paulson erwarb rund 5 Millionen Aktien bei Kursen zwischen 15,85 und 17,50 Dollar. Das gesamte Transaktionsvolumen lag bei 83,25 Millionen Dollar. Damit erhöhte Paulson seinen Aktienbestand auf 25,85 Millionen Bausch Health-Aktien, was 7,3% aller ausstehenden Firmenanteile entspricht.

Bausch Health Companies Inc. entwickelt, produziert und vermarktet eine Reihe von Arzneimitteln, Medizinprodukten und rezeptfreien Produkten (OTC), hauptsächlich in den therapeutischen Bereichen Augengesundheit, Gastroenterologie und Dermatologie.

Zuletzt kam die Aktie unter Druck, weil das Unternehmen seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr auf 7,8 bis 8,2 Milliarden Dollar (vorher: 8,65-8,85 Mrd. Dollar) gesenkt hat.

Aon:

Beim Versicherungs- und Risikomanagementspezialisten Aon griff zuletzt der Direktor Lester Knight zu und legte sich 70.000 Aktien im Gegenwert von 13,65 Millionen Dollar ins Portfolio (Kaufkurs: 195 Dollar). Mit diesem signifikanten Kauf erhöhte Knight seine Position um 233% auf inzwischen 100.000 Aktien.

Aon ist ein weltweit agierender Versicherungs- und Rückversicherungsmakler, Dienstleister für Risikomanagement und Berater in allen Fragen rund um den Aspekt „Personal“ innerhalb eines Unternehmens. Mit über 69.000 Mitarbeitern agiert das Unternehmen in über 120 Ländern. Allein in Deutschland sind an acht Standorten 1.700 Mitarbeiter beschäftigt.

Im zurückliegenden Geschäftsquartal zum 31. März erzielte der Konzern einen Umsatz von 3,21 Milliarden Dollar und einen Nettogewinn in Höhe von 772 Millionen Dollar.

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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.