Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Mehrere Firmeninsider sammeln millionenschwere Aktienpakete beim Kfz-Versicherer Mercury General ein. US-Konzern überraschte Analysten zuletzt mit deutlichem Gewinnsprung (Foto: Krista Kennell / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können. Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Sysco Corporation:

Bei der Firma Sysco, einem der weltweit größten Lieferanten für Lebensmittel, konnten Sie zuletzt auffällige Aktientransaktionen beobachten. Nicht nur der Director Joshua Frank erwarb 207.400 Aktien im Gegenwert von 10,74 Millionen Dollar (Kaufkurs: 51,79 Dollar pro Aktie). Auch der Großaktionär Nelson Peltz erhöhte seinen Aktienbestand und kaufte nochmals 1,2 Millionen Aktien im Wert von rund 56,9 Millionen Dollar.

Sysco ist ein US-amerikanisches Unternehmen mit Hauptsitz in Houston, Texas. Das Unternehmen ist weltweit einer der größten Lieferanten für Lebensmittel. Im Unternehmen sind rund 67.700 Mitarbeiter beschäftigt. Das Wort Sysco ist ein Akronym für Systems and Services Company. Sysco beliefert über 600.000 Kunden, wozu unter anderem Restaurants, Krankenhäuser, Schulen, Colleges, Universitäten, Sommerferienlager, Hotels und Schnellrestaurantketten gehören.

Zuletzt kämpfte Sysco mit starkem Gegenwind. Im zurückliegenden Quartal schrumpften die Umsätze um 6,5% auf 13,69 Milliarden Dollar. Deutlich stärker ging es beim Gewinn mit einem Rückgang von 43% auf 45 Cent je Aktie in den Keller. Die Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn in Höhe von 53 Cent je Aktie ausgegangen.

Berkshire Hathaway:

Bei der Investmentholding des Star-Investors Warren Buffett gab es zuletzt ebenfalls einen signifikanten Aktienkauf eines Firmeninsiders. Der Director Meryl Witmer legte sich 1.000 Aktien des in Omaha ansässigen Konglomerats zu einem Preis von 173,30 Dollar pro Anteil ins Portfolio. Derselbe Direktor kaufte auch acht Aktien der Klasse A über einen Familienfonds. Diese kosteten 261.002 Dollar pro Stück. Der Gesamtbetrag für diese Transaktionen belief sich auf mehr als 2,26 Millionen Dollar.

Berkshire Hathaway ist eine US-amerikanische Holdinggesellschaft, zu deren Konglomerat über 80 Firmen gehören, deren Aktivitäten sich über eine Vielzahl von Geschäftsfeldern erstrecken, darunter Erst- und Rückversicherung, Schienengüterverkehr, Energieversorgung, Finanzdienstleistungen, produzierendes Gewerbe sowie Groß- und Einzelhandel. Vorsitzender (Chairman) ist der US-amerikanische Großinvestor und Multimilliardär Warren Buffett.

Da Buffett zuletzt aus Bewertungsgesichtspunkten mit neuen Investments zurückhaltend war, sitzt die Investmentgesellschaft mittlerweile auf einem gigantischen Cash-Berg von 137 Milliarden Dollar, der für Investitionen zur Verfügung steht.

Mercury General:

Die Aktie des Kfz-Versicherungskonzerns Mercury General hinkt dem breiten Aktienmarkt weiterhin deutlich hinterher. Seit dem Jahreswechsel liegen die Papiere rund 20% in der Verlustzone, während der breite Aktienmarkt (S&P 500) nur noch rund 6% im Minus liegt.

Die Firmeninsider stufen das aktuelle Kursniveau offenbar als attraktiv ein und waren zuletzt auf der Käuferseite zu sehen. Seit Anfang Mai erwarben drei unterschiedliche Firmeninsider, darunter auch der Vorstand Gabriel Tirador, insgesamt 668.985 Aktien. Bei Kaufkursen zwischen 34,82 und 38,86 Dollar je Anteilsschein mussten die Käufer für die Transaktionen über 24 Millionen Dollar auf den Tisch legen.

Mercury General ist zusammen mit ihren Tochtergesellschaften in den Vereinigten Staaten im Bereich der privaten Kfz-Versicherung tätig. Darüber hinaus bietet sie Versicherungen für Hausbesitzer, gewerbliche Kraftfahrzeuge, gewerbliche Immobilien, mechanischen Schutz, Feuer und Dachversicherungen an. Im ersten Quartal gingen bei dem Konzern Umsätze in Höhe von 959 Millionen Dollar durch die Bücher. Unter dem Strich erwirtschaftete Mercury General einen Gewinn von 1,07 Dollar pro Aktie und lag damit sowohl deutlich über den Analystenschätzungen (0,85 Dollar je Aktie) als auch über dem Niveau des Vorjahresquartals (85 Cent je Aktie).

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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.