Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Computergigant Dell fällt mit massiven Aktienkäufen auf. Auch beim Logistik-Konzern UPS wagen sich die Insider aus der Deckung (Foto: Ivan Svyatkovsky / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können. Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Pinnacle Financial Partners:

Bei der Pinnacle Financial Partners griffen gleich mehrere Firmeninsider zu. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung erwarben vier Insider 116.000 Aktien zum Kaufkurs von 25 Dollar. Die Transaktionen hatten einen Gegenwert von 2,9 Millionen Dollar und stellten für alle Aktionäre die ersten Käufe dar.

Pinnacle Financial Partners bietet ein umfassendes Angebot an Bank-, Investment-, Treuhand-, Hypotheken- und Versicherungsprodukten und -dienstleistungen für Unternehmen und Einzelpersonen an. Die Firma nahm ihre Tätigkeit im Oktober 2000 an einem einzigen Standort in der Innenstadt von Nashville auf und ist seitdem bis zum 31. März 2020 auf ein Vermögen von etwa 29,3 Milliarden Dollar angewachsen. Als zweitgrößte Bank-Holdinggesellschaft mit Hauptsitz in Tennessee ist Pinnacle in 12 vorwiegend städtischen Märkten in Tennessee, den Carolinas, Virginia und Georgia tätig.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr erzielte der Finanzkonzern bei einem Umsatz von 896,3 Millionen Dollar einen Reingewinn in Höhe von 400,9 Millionen Dollar.

UPS:

Beim Logistik-Riesen UPS hat sich der Vorstand Carol Tome aus der Deckung gewagt und einen signifikanten Aktienkauf getätigt. Zum Kurs von 99,33 Dollar je Anteil legte sich Tome 10.100 Aktien ins Depot. Für die Käufe musste sie gut 1 Millionen Dollar auf den Tisch legen. Nach dem Kauf hält der Firmeninsider 13.036 Aktien an UPS.

UPS (United Parcel Service) bietet Brief- und Paketzustellung, Spezialtransporte, Logistik und Finanzdienstleistungen an. Das Unternehmen betreibt eine Flotte von ca. 125.000 Paketautos, Lieferwagen, Traktoren und Motorrädern und besitzt 52.000 Container, die für den Frachttransport in seinen Flugzeugen verwendet werden.

Im ersten Quartal erzielte UPS eine Umsatzsteigerung von 5,1% auf 18,03 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn ging allerdings deutlich von 1,39 auf 1,07 Milliarden Dollar zurück. Auf Grund der aktuellen Corona-Pandemie hat der Logistikkonzern seine Jahresprognose vorerst zurückgezogen.

HP:

Beim Computerhersteller HP legten gleich zwei Insider mit Aktienkäufen nach. Der Vorstand Enrique Lores und der Direktor Robert Bennet kauften 80.500 Aktien bei Kursen zwischen 14,95 und 15,36 Dollar. Kumuliert hatten die Transaktionen einen Gegenwert von 1,21 Millionen Dollar.

Zuletzt hat der Computer- und Servergigant die Erwartungen der Analysten übertreffen können. Der Umsatz von Dell fiel im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur minimal auf knapp 21,90 Milliarden Dollar. Zugleich legte das operative Ergebnis auf 702 Millionen Dollar um 28% zu. Für das Gesamtjahr hat der US-Konzern seine Prognose verworfen. Bislang ging das Unternehmen von einem Umsatz zwischen 92 und 95 Milliarden Dollar und einem operativen Ergebnis zwischen 8,9 und 9,5 Milliarden Dollar aus.

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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.