Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

Taschenrechner Stift Kurse – shutterstock_84247642 Zadorozhnyi Viktor

Biotech-Gigant Celgene legt bei Acceleron Pharma nach. Nach Kursrally kauft Celgene weiteres millionenschweres Aktienpaket seines Kooperationspartners (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Acceleron Pharma:

Die Aktien des Biopharma-Unternehmens Acceleron Pharma zählten in diesem Jahr mit einem Kursplus von 88% zu den großen Outperformern am US-Aktienmarkt. Auf dem deutlich erhöhten Kursniveau hat der Konzern jetzt eine Kapitalerhöhung durchgeführt, die vom Firmeninsider und Großaktionär Celgene mitgetragen wurde. Celgene erwarb nochmals 108.108 Aktien bei einem Preis von 92,50 Dollar. Insgesamt legte der Biotech-Riese Celgene für den Zukauf rund 10 Millionen Dollar auf den Tisch. Durch die Käufe erhöhte sich der Aktienbesitz von Celgene auf 6,971 Millionen Aktien, was 13% aller ausstehenden Firmenanteile entspricht.

Acceleron Pharma ist ein US-amerikanisches Pharmaunternehmen, das seit 2013 an der amerikanischen Technologiebörse Nasdaq gelistet ist. Die Firma ist auf die Erforschung und Entwicklung von innovativen Arzneimittel für Patienten mit einer breiten Range an ernsthaften und seltenen Erkrankungen (Orphan Disease) spezialisiert.

Aktuell verharrt der Konzern noch in der Verlustzone: Im zurückliegenden Geschäftsjahr lag der Jahresumsatz bei 73,99 Millionen Dollar nach 13,99 Millionen Dollar im Vorjahr. Unter dem Strich fiel ein Verlust von 124 Millionen Dollar an. Der Börsenwert des Konzerns liegt nach der jüngsten Kursrally bei knapp 6 Milliarden Dollar.

Syneos Health:

Bei dem US-Konzern Syneos Health gab es ebenfalls auffällige Aktientransaktionen zu beobachten. Der Director John M. Dineen erwarb 8.691 Aktien. Bei einem Kaufpreis von 59,11 Dollar je Aktie belief sich der Transaktionswert auf 513.725 Dollar. Mit den Zukäufen verdoppelte Dineen seinen Aktienbestand auf 17.426 Aktien.

Syneos Health ist ein weltweit tätiges Dienstleistungsunternehmen für die Biopharma- und Medizintechnikindustrie und der einzige vollintegrierte Dienstleister im Bereich klinischer Studien und Kommerzialisierung von Arzneimitteln. Das Unternehmen mit Sitz in Morrisville (North Carolina) wurde 1984 gegründet. Es beschäftigt weltweit mehr als 23.000 Mitarbeiter und ist in 110 Ländern vertreten.

Als Kernkompetenz unterstützt Syneos Health bei der Entwicklung und Umsetzung von Konzepten zur Zulassung sowie Kommerzialisierung von Arzneimitteln und Medizinprodukten. Im Bereich Kommerzialisierung von Arzneimitteln deckt Syneos Health das gesamte Leistungsspektrum der Kommerzialisierung ab, von Medical Affairs, Promotion, Public Relations und Branding bis hin zur Beratung und Schulung von Health Care Professionals und kann den kompletten Vertrieb ebenfalls abdecken. Im Startquartal erzielte der Konzern bei einem Umsatz von 1,16 Milliarden Dollar einen Nettogewinn in Höhe von 34 Millionen Dollar.

The Cooper Companies:

Beim Medizintechnik-Konzern The Cooper Companies kauften Anfang Juli gleich zwei Firmeninsider größere Aktienpakete. Der Vorstand Albert White und der Executive Vice President Holly Sheffield legten sich beim Kaufpreis zwischen 278,23 bis 280,20 Dollar 1.889 Aktien zu. Insgesamt belief sich das Kaufvolumen damit auf 527.254 Dollar.

The Cooper Companies ist als Unternehmen für medizinische Geräte weltweit tätig. Das Unternehmen entwickelt, fertigt und vermarktet eine Reihe von Kontaktlinsen, darunter sphärische Linsen sowie torische und multifokale Linsen, die Nah- und Weitsichtigkeit korrigieren und verschiedene komplexe Sehfehler wie Astigmatismus und Presbyopie beheben.

Im zurückliegenden Quartal verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzrückgang von 654 auf 525 Millionen Dollar. Gleichzeitig schmolz der Nettogewinn auf 12 Millionen Dollar (Vorjahresquartal: 122 Millionen Dollar) zusammen. Auf Grund der aktuellen Unsicherheit wegen der Corona-Krise hat The Cooper Companies den Jahresausblick vorerst ausgesetzt.

Taschenrechner Stift Kurse – shutterstock_84247642 Zadorozhnyi Viktor

Bristol-Myers Squibb - Finanzinvestoren torpedieren Celgene-ÜbernahmeStarboard und Wellington wollen Bristols 70 Mrd. Dollar Deal zu Fall bringen. Bis zum rechnerischen Angebotspreis fehlen rund 20% - der Markt kann sich ein Deal-Aus also durchaus vorstellen. › mehr lesen


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Alle_Sujets_Portrait_1-31_WEB_Muehlhoff
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.