Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

Insidertrades der Woche: Lesen Sie welche Aktien sich die Vorstände jetzt ins Portfolio legen (Foto: totojang / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Entercom Communications:

Die starken Käufe des Chairmans Joseph Field in der Aktie des amerikanischen Radiosenders Entercom Comunications halten unverändert an. Nach einer schwachen Kursentwicklung auf Sicht der vergangenen 12 Monate (Kursverlust rd. 30%) nutzte Field das gedrückte Kursniveau, um seine Aktienposition weiter deutlich auszubauen. Seit Anfang April kaufte Field über 790.125 Aktien für rund 7,63 Millionen Dollar. Inklusive seiner massiven Käufe im März hat Field in diesem Jahr mehr als 23 Millionen Dollar in Aktien des Radiosenders investiert.

Zuletzt verdoppelte sich der Umsatz des Konzerns im vierten Quartal auf 246,6 Millionen Dollar. Der Zuwachs stammt vor allem aus der Übernahme der Radiostationen von CBS für über 4 Milliarden Dollar. Auf Grund eines positiven Steuereffekts schoss der Nettogewinn von 10,8 auf 232,4 Millionen Dollar in die Höhe.

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Radius Health:

Bei Radius Health hat die Schweizer Beteiligungsgesellschaft BB Biotech ihr Investment spürbar ausgebaut. Der auf Biotechnologiefirmen spezialisierte Investor kaufte 50.000 Aktien zum Preis von 36,58 Dollar, was einem Gesamtwert von 1,82 Millionen Dollar entsprach. Mittlerweile hält BB Biotech 5,90 Millionen Aktien und damit 13% der gesamten Gesellschaft.

Radius Health initiierte kürzlich eine Phase-3-Studie zur Behandlung für männliche Osteoporose. Bislang ist der Konzern noch hoch defizitär. Bei einem Umsatz von 22,11 Millionen Dollar fiel im zurückliegenden Geschäftsjahr ein Verlust in Höhe von 254 Millionen Dollar an.

Conn’s:

Bei dem amerikanischen Möbelkonzern Conn’s zeigten sich zuletzt gleich zwei Vorstände (George Bchara und Brian Daly) zuversichtlich und machten mit Aktienkäufen auf sich aufmerksam. Insgesamt erwarben die beiden „Insider“ 12.490 Aktien zu Preisen von 27,41 bis 27,87 Dollar. Damit lagen die gesamten Erwerbskosten bei 344.000 Dollar. Die Käufe folgen einem kräftigen Kursrutsch von 36 bis auf unter 28 Dollar im Nachgang der gemeldeten Quartalszahlen.  Unterm Strich erhöhte Bchara seine Aktienposition um knapp 19%, während Daly seine Beteiligung um 10% aufstockte.

Im vergangenen Jahr erzielte der Möbelhersteller einen Umsatz von 1,51 Milliarden Dollar. Allerdings lag der Konzern mit einem Gewinn von 6 Millionen Dollar nur hauchdünn in der Gewinnzone. Besonders schwach fiel die Prognose aus. Auf bestehender Verkaufsfläche (eine wichtige Kennzahl zur Beurteilung von Einzelhandelsunternehmen) erwartet Conn’s, dass sich der negative Trend fortsetzt und die Umsätze rückläufig sind.


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.