Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Hedgefondsikone Carl Icahn nutzt schwache Kurse und legt bei Tech-Konzern Xerox nach (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei noch junge Biotechnologiefirmen, die in der vergangenen Woche durch auffällige Insidertransaktionen aufgefallen sind:

AXIS Capital Holdings:

Die Aktien des US-Versicherungskonzerns AXIS Capital Holdings hinken in diesem Jahr dem breiten Aktienmarkt mit einem Kursverlust von 25% deutlich hinterher. Auf diesem Niveau wittert der Firmeninsider Charles Davis Kurspotenzial und stockt sein Aktienpaket weiter auf. Nachdem er im März zum Hochpunkt des Corona-Ausverkaufs mit vier anderen Firmeninsidern Aktien gekauft und im Juni kräftig nachgelegt hat, nahm er Ende Juli seine Kaufserie wieder auf. Bei Kursen zwischen 38,55 und 43,23 Dollar erwarb Davis 992.000 Aktien im Gegenwert von 40,54 Millionen Dollar.

AXIS Capital Holdings bietet über ihre Tochtergesellschaften weltweit verschiedene Spezialversicherungs- und Rückversicherungsprodukte an. Die Betriebseinnahmen im zweiten Quartal beliefen sich auf fast 1,2 Milliarden Dollar, was einem Rückgang von 8,9% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Rückgang ist in erster Linie auf niedrigere verdiente Prämien und einen Rückgang der Nettokapitalerträge zurückzuführen.

Xerox:

Bei dem Technologiekonzern Xerox gab es ebenfalls auffällige Aktienkäufe. Nachdem die Aktie seit dem Jahreswechsel über 50% im Verlust notiert, kaufte der renommierte Hedgefondsmanager und Großaktionär Carl Icahn nochmals 1,81 Millionen Aktien. Bei Kaufkursen zwischen 16,07 und 16,60 Dollar je Aktie musste Icahn rund 29,6 Millionen Doller für die Transaktionen auf den Tisch legen. Nach den Zukäufen hält Icahn 25,26 Millionen Aktien, was 11,8% aller Stimmrechte entspricht. Zudem kaufte ein Director 15.000 Aktien im Gegenwert von 244.322 Dollar (Kaufkurs: 16,29 Dollar).

Xerox ist ein US-Technologie- und Dienstleistungsunternehmen im Bereich Dokument-Management. Die Hardware-Produkte von Xerox beinhalten Digitaldrucksysteme für das Produktionsumfeld sowie multifunktionale Geräte fürs Büro. Die Versorgung mit dem passenden Zubehör wie Farbe, Tinte, Folien oder Papier ist ein weiteres wichtiges Standbein der Geschäftstätigkeit. Darüber hinaus liefert das Unternehmen Software-Lösungen und Dienstleistungen für das Dokumentenmanagement.

Im zweiten Quartal sorgten die mit der Pandemie verbundenen Geschäftsschließungen, verzögerte Investitionen der Kunden und das geringere Druckvolumen für massive Bremsspuren. Der Umsatz sackte von 2,26 auf 1,46 Milliarden Dollar in den Keller. Beim Gewinn musste Xerox einen Rückgang von 181 auf 27 Millionen Dollar verbuchen.

eHealth:

Bei dem Krankenversicherungs-Unternehmen eHealth kauften gleich zwei Firmeninsider größere Aktienpakete. Der Vorstand Scott Flanders sammelte 50.000 Aktien bei Kursen zwischen 67,51 und 73,63 Dollar ein (Transaktionsvolumen: 3,57 Millionen Dollar). Damit erhöhte er seinen Aktienbestand um 7,6% auf 703.024 Aktien. Zugleich erwarb der Director Dale Wolf 2.000 Papiere bei 71,06 Dollar (Transaktionsvolumen: 142.110 Dollar).

eHealth ist die Muttergesellschaft von eHealthInsurance, einer privaten Krankenversicherungsbörse, an der Einzelpersonen, Familien und kleine Unternehmen Krankenversicherungsprodukte verschiedener Versicherer nebeneinander vergleichen und über ihre Websites (www.eHealth.com, www.eHealthInsurance.com, www.eHealthMedicare.com, www.Medicare.com und www.PlanPrescriber.com) oder telefonisch über ihre Kundenbetreuungszentren erwerben können.

Im zweiten Quartal kletterten die Umsätze um 35% auf 88,8 Millionen Dollar. Unter dem Strich blieb ein bereinigter Nettogewinn von 1,7 Millionen Dollar hängen.


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.