Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Avis Budget-Großaktionär legt nach fulminanter Kursrally nach und baut Aktienposition weiter auf. Corona verhagelt Mietwagenbranche die Geschäfte. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei noch junge Biotechnologiefirmen, die in der vergangenen Woche durch auffällige Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Kodiak Sciences:

Die Aktien des US-Biopharmazieunternehmens Kodiak Sciences hinken seit dem Jahreswechsel mit einem Minus von 27% dem breiten Aktienmarkt deutlich hinterher. Auf diesem Kursniveau wittert der Firmeninsider und Großaktionär Baker Bros. Advisors eine attraktive Einstiegsgelegenheit und baut seine Position weiter aus. Nach massiven Käufen im März legte der Hedgefondsmanager jetzt nach und erwarb nochmals 203.400 Aktien bei Preisen zwischen 46,15 und 49,29 Dollar. In Summe legte der Großanleger für die Zukäufe immerhin 9,81 Millionen Dollar auf den Tisch. Mit den Transaktionen erhöhte der auf Biotechnologie- und Pharmaunternehmen spezialisierte Investor seine Beteiligung auf 10,79 Millionen Aktien. Das entspricht rund 24% aller Stimmrechte.

Kodiak Sciences ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das neuartige Therapeutika zur Behandlung von Netzhauterkrankungen entwickelt. Umsätze hat das Unternehmen allerdings noch nicht. Zuletzt stand ein Quartalsverlust von 26 Millionen Dollar in den Büchern.

Avis Budget Group:

Nach der beeindruckenden Kursrally der Avis Budget Group-Aktie (+328% seit Mitte März) gab es auffällige Aktienkäufe zu beobachten. Der Großaktionär SRS Investment Management sammelte 455.500 Aktien ein. Bei Kaufpreisen zwischen 30,8 und 33,78 Dollar je Anteilschein belief sich der Transaktionswert auf über 14,6 Millionen Dollar. Nach den Zukäufen hält der Firmeninsider 17,14 Millionen Aktien und damit 24,6% aller ausstehenden Aktienanteile.

Die Avis Budget Group ist die US-amerikanische Muttergesellschaft der Mietwagenunternehmen Avis, Budget und Zipcar. Zuletzt wurde die Mietwagenbranche durch die Corona-Pandemie stark in Mitleidenschaft gezogen. Mit Hertz meldete einer der Branchenriesen sogar Insolvenz an. Bei Avis sackte der Umsatz im zweiten Quartal um 67% auf 760 Millionen Dollar in den Keller. Unter dem Strich erwirtschaftete der Autovermieter einen Quartalsverlust von 481 Millionen Dollar nach einem Gewinn von 62 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum.

J&J Snack Foods Corp:

Bei dem US-Nahrungs- und Getränkekonzern J&J Snack Foods fiel der Firmenboss Gerald Shreiber mit einem massiven Aktienkauf auf. Beim Kurs von 130,52 Dollar erwarb Shreiber 141.026 Aktien. Für seine Zukäufte musste der Vorstand 18,4 Millionen Dollar aufwenden.

J & J Snack Foods Corp. produziert, vermarktet und vertreibt Snacks und Getränke in den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada. Das Unternehmen ist in drei Segmenten tätig: Food Service, Einzelhandelssupermärkte und Tiefkühlgetränke. Im zurückliegenden Quartal gingen die Umsätze um 34% auf 214,6 Millionen Dollar zurück. Unter dem Strich lag der Verlust bei 0,67 Dollar je Aktie. Für Sie zum Vergleich: Im Vorjahresquartal stand noch ein Gewinn in Höhe von 1,63 Dollar je Anteilschein in den Büchern.

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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.