Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Nikola-Firmengründer Trevor Milton rutscht Kursrutsch zum Nachkauf. Tesla-Rivale will mit GM-Kooperation auf die Überholspur wechseln (Foto: Hadrian / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei noch junge Biotechnologiefirmen, die in der vergangenen Woche durch auffällige Insidertransaktionen aufgefallen sind:

TransDigm Group:

Beim amerikanischen Flugzeugzulieferer TransDigm Group gab es die ersten signifikanten Aktienkäufe seit mehr als fünf Monaten. Der Director Robert Small erwarb insgesamt 133.310 Aktien. Bei Kaufkursen zwischen 507,20 und 508,35 Dollar je Aktie musste der Firmeninsider für seine Zukäufe immerhin rund 67,7 Millionen Dollar auf den Tisch legen. Small ist Geschäftsführer von Stockbridge Partners LLC, einer mit Berkshire verbundenen spezialisierten Investmentgruppe. Sein Privatvermögen wird auf über 1,7 Milliarden Dollar geschätzt.

Der Konzern ist auf die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Systemen und Komponenten für die Luft- und Raumfahrt spezialisiert. Einsatz finden die produzierten Produkte dabei in nahezu allen kommerziellen und militärischen Flugzeugen. Etwa 55% der Umsätze werden im Aftermarket erzielt, und etwa 90% der Erlöse entfallen auf Eigenprodukte, an denen man das Design besitz. Darüber hinaus stammen rund 80% des Umsatzes von Produkten, für die Transdigm der alleinige Lieferant ist.

Im letzten Quartal konnte TransDigm mit einem Umsatz von 1,02 Milliarden Dollar die Analystenschätzungen um 10 Millionen Dollar übertreffen. Der Gewinn je Aktie lag mit 1,54 um 64 Cents über den Erwartungen.

Nikola:

Der Tesla-Rivale Nikola geriet zuletzt ins Visier von Short Sellern, die den Kurs deutlich unter Druck brachten. Das gedrückte Kursniveau nutzte der Firmengründer Trevor Milton, um seinen Aktienbestand nochmals auszubauen. Milton erwarb 41.400 Aktien beim Preis von 30,91 Dollar je Anteil. Der Zukauf kostete den Firmeninsider 1,27 Millionen Dollar. Auch wenn der Kauf bedeutend ist, im Verhältnis zum Gesamtbestand von Milton von 91,64 Millionen Aktien ist der Gegenwert überschaubar.

Das Unternehmen will mit einer Kombination aus Strom und Wasserstoff die Trucks der Zukunft antreiben. Die Energie dafür soll – anders als bei Tesla – nicht nur aus Batterien, sondern auch aus Brennstoffzellen kommen. Die sind deutlich kleiner, leichter und günstiger als herkömmliche Akkus. Dadurch hofft Milton, langfristig mehr Reichweite bieten zu können als Branchen-Pionier und Konkurrent Tesla. Im Rahmen einer neuen strategischen Partnerschaft kündigte zuletzt der US-Autobauer General Motors seinen Einstieg bei Nikola an. Für rund 2 Milliarden Dollar sollen neue Stammaktien ausgegeben werden. Nach dem Einstieg hält General Motors eine Beteiligung von 11 % an Nikola. Mit General Motors gewinnt der Wasserstoff-Pionier einen erfahrenen Partner im Bereich der Fahrzeugfertigung.

Guess:

Bei dem US-Modekonzern Guess? hat der Vorstand Carlos Alberini nachgelegt und seinen Aktienbestand deutlich ausgebaut. Der Firmeninsider sammelte 183.000 Aktien bei Kursen zwischen 10,17 und 12,05 Dollar je Aktie (Transaktionswert 2,01 Millionen Dollar). Damit baut Alberini seinen Bestand um 131% auf 321.943 Aktien aus.

Guess ist ein US-amerikanisches Bekleidungsunternehmen mit Sitz in Los Angeles, das auch Uhren, Schmuck, Handtaschen und Parfum verkauft. Auf den Produkten der Marke befindet sich meist der Schriftzug „Guess?“, Englisch für „Rate mal?“. Der Schriftzug und das Fragezeichen können zusammen, sowie einzeln, in vielen Gestaltungsvarianten auftreten.

Im zweiten Quartal schrumpfte der Umsatz um 41% auf 399 Millionen Dollar zusammen. Unter dem Strich rutschte der Konzern in die Verlustzone (-20 Millionen Dollar).

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Rene König
Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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