Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Mersana Therapeutics-Aktie: Kurssturz nach schwachen Pipelinedaten. Firmeninsider nutzt Kursschwäche und stockt Aktienbeteiligung massiv auf (Foto: Kamira / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Conagra Brands:

Beim Nahrungsmittelkonzern Conagra Brands gab es den ersten Aktienkauf eines Firmeninsider seit mehreren Quartalen. Der Director Richard Lenny erwab zum Preis von 33,70 Dollar je Anteil insgesamt 10.000 Aktien. Der Transaktionswert lag bei 336.952 Dollar. Mit der Transaktion erhöhte Lenny seinen Aktienbestand um 10,3% auf inzwischen 106.297 Aktien.

Conagra Brands ist zusammen mit seinen Tochtergesellschaften als Unternehmen für verpackte Konsumgüter und Lebensmittel in Nordamerika tätig. Das Unternehmen war früher als ConAgra Foods bekannt und änderte im November 2016 seinen Namen in Conagra Brands. Der Konzern wurde im Jahr 1919 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Chicago, Illinois.

Zuletzt konnte das Unternehmen operativ eine ausgesprochen robuste Entwicklung vorweisen. Im zurückliegenden Quartal, das bei Conagra Brands Ende November zu Ende ging, erhöhte sich der Umsatz im Jahresvergleich um 6,6% auf 2,99 Milliarden Dollar. Zeitgleich verbesserte sich der Gewinn auf 379 Millionen Dollar (+45% vs. Vorjahresquartal).

Mersana Therapeutics:

Nach schwachen Daten zur Produktpipeline stürzte der Aktienkurs des Biotechnologieunternehmens Mersana Therapeutics Anfang Januar um rund 30% in den Keller. Geht es nach dem Director Andrew Hack, dann eröffnet sich damit eine interessante Einstiegsgelegenheit. Der Firmeninsider nutzte das ermäßigte Kursniveau und sammelte bei Kursen zwischen 18,16 und 18,53 Dollar insgesamt 250.000 Aktien ein. In Summe musste Hack für seine Zukäufe über 4,57 Millionen Dollar auf den Tisch legen.

Mersana Therapeutics ist ein biopharmazeutisches Unternehmen im klinischen Stadium, das sich auf die Entwicklung von Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (ADC) für Krebspatienten konzentriert. Mersana Therapeutics wurde im Jahr 2001 gegründet und hat seinen Sitz in Cambridge, Massachusetts. Bislang erzielt das Unternehmen noch keine Umsätze. Zuletzt lag der Quartalsverlust bei 22,49 Millionen Dollar.

B. Riley Financial

Beim Finanzdienstleister B. Riley Financial griffen zuletzt gleich mehrere Firmeninsider im Rahmen einer Kapitalerhöhung zu und stockten ihre Aktienbeteiligungen deutlich auf. Zum Platzierungskurs von 46 Dollar erwarben vier verschiedene Insider 121.600 Aktien. Der Gegenwert der Zukäufe lag kumuliert bei 5,59 Millionen Dollar.

B. Riley Financial bietet über seine Tochtergesellschaften Finanzdienstleistungen in Nordamerika, Australien und Europa an. Die Dienstleistungen reichen vom Investment Banking, Corporate Finance, Consulting, Research, bis hin zur Vermögensverwaltung von institutionellen und vermögende Privatkunden.

Vor wenigen Tagen gab das Unterhmen die Übernahme von National Holdings, einer Investmentbanking- und Vermögensverwaltungsfirma, für 3,25 Dollar pro Aktie in bar bekannt. B. Riley besitzt derzeit etwa 45% der Stammaktien des Unternehmens. Durch den Zukauf steigt die Anzahl der Berater um 733 und das betreute Kundenvermögen erhöht sich um 18,9 Milliarden Dollar. National Holdings hatte im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von 229,9 Millionen Dollar erwirtschaftet und ist damit in etwa ein Drittel so groß wie B. Riley selbst.

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Rene König
Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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