Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

Stift Tablet – shutterstock_525817939 phongphan

Top-Insidertransaktionen der Woche: Millionenschwere Aktienkäufe bei dem Vermieter von Mobilfunkmasten Crown Castle International (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Crown Castle:

Bei der US-Kommunikationsinfrastrukturkonzern Crown Castle konnten Sie Ende April die ersten Insiderkäufe seit sechs Monaten beobachten. Zu Kursen von 123,13 Dollar je Anteilsschein erwarb der Firmeninsider J. Landis Martin 18.350 Aktien. Für die Transaktionen musste Martin über 2,5 Millionen Dollar auf den Tisch legen. Das war sein größter Aktienkauf seit Juli 2017.

Gemäß einem Formular, das er bei der Securities and Exchange Commission eingereicht hatte, tätigte Martin die Käufe über sieben verschiedene Konten. Er besitzt jetzt 120.717 Crown Castle Aktien direkt und 11.600 zusätzliche Aktien durch vier Kindertrusts und zwei Depots für Enkelkinder.

Crown Castle besitzt, betreibt und vermietet mehr als 40.000 Mobilfunkmasten und etwa 70.000 Laufmeilen Glasfaser, die kleine Zellen und Faserlösungen in allen wichtigen US-Märkten unterstützen. Dieses landesweite Portfolio an Kommunikationsinfrastrukturen verbindet Städte und Gemeinden mit wichtigen Daten, Technologien und drahtlosen Diensten und bringt Informationen, Ideen und Innovationen zu den Menschen und Unternehmen, die sie benötigen.

Münzen Kurse Kaufen Verkaufen – SergeyP – shutterstock_136259339

Aktienkauf mit Stop-buy-Limit: So geht'sStop-buy-Limit: Beim Kauf oder Verkauf von Aktien legen Investoren so ihre Bedingungen fest, haben an Gewinnen teil und begrenzen Verluste. › mehr lesen

Im zurückliegenden Geschäftsjahr gingen bei Crown Castle Umsätze von 5,42 Milliarden Dollar durch die Bücher (+24,49% zum Vorjahr). Unter dem Strich blieb ein Gewinn in Höhe von 671 Millionen Dollar hängen.

Kinder Morgan:

Der Ölspezialist Kinder Morgan fällt weiterhin mit massiven Aktienkäufen des Firmengründers Richard D. Kinder auf. Allein in der vergangenen Woche erwarb Kinder 229.622 Aktien im Gegenwert von 4,56 Millionen Dollar (Kaufkurs 19,920 Dollar je Aktie). Inzwischen hält der Firmengründer 239,80 Millionen Aktien des Ölkonzerns und damit 10,7% aller Stimmrechte.

Kinder Morgan betreibt 135.000 km Erdgas- und Erdöl-Pipelines und etwa 180 Tanklager in den Vereinigten Staaten. Das Unternehmen wurde von Richard Kinder gegründet und entstand 1997 als Spin-off von Enrons Pipelinegeschäft. Zu Kinder Morgan gehören die Tochterunternehmen Kinder Morgan Energy Partners, Kinder Morgan Management und El Paso Pipeline Partners. Kinder Morgan ist außerdem der führende Lieferant von Kohlendioxid für die tertiäre Ölgewinnung in Nordamerika. Im zurückliegenden Geschäftsjahr gingen bei dem Konzern Umsätze in Höhe von 14,14 Milliarden Dollar durch die Bücher. Dabei blieb ein Gewinn von 1,60 Milliarden Dollar hängen.

Morgan Stanley:

Nachdem sich zuletzt bei der US-Bank JP Morgan die Insider zuversichtlich zeigten, gab es jetzt auch bei dem Konkurrenten Morgan Stanley einen ersten Insiderkauf. Bei einem Kurs von 47,57 Dollar je Aktie legte sich eine Führungskraft 7.000 Aktien ins Depot (Gegenwert: 332.979 Dollar). Damit erhöhte der Head of Investment Management Daniel A Simkowitz seinen Bestand auf 193.000 Aktien. Die Transaktion war übrigens sein erster Kauf seit acht Jahren.

Zuletzt konnte die US-Investmentbank mit ihren Quartalszahlen positiv überraschen. Der Umsatz lag bei 10,29 Milliarden Dollar und damit spürbar über den Erwartungen (10 Milliarden Dollar). Beim Gewinn je Aktie erreichte der Finanzriese mit 1,39 Dollar ebenfalls mehr als die Experten im Vorfeld geschätzt hatten (1,17 Dollar).


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Alle_Sujets_Portrait_1-31_WEB_Muehlhoff
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.