Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Biopharmazieunternehmen im Fokus des renditestarken Hedgefondsmanagers Baker Bros. Advisors. Branchenspezialist hält nach signifikanten Zukäufen 25% aller Stimmrechte (Foto: michelmond / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können. Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Kodiak Sciences:

Auch wenn die Aktie von Kodiak Sciences noch rund 30% unter ihrem Allzeithoch notiert, die Kursentwicklung ist absolut beeindruckend: Auf Sicht der vergangenen 12 Monate haben sich die Papiere mehr als vervierfacht. Der Großaktionär und Hedgefondsmanager Baker Bros. Advisors wittert offenbar weiteres Kurspotenzial und ist verstärkt auf der Käuferseite zu anzutreffen. Seit Ende August hat der Firmeninsider 724.014 Aktien bei Kursen zwischen 46,73 und 56,65 Dollar eingesammelt. Insgesamt summierte sich der Transaktionswert auf über 38,3 Millionen Dollar. Nach zu den Zukäufen hält Baker Bros. Advisors 11,32 Millionen Aktien und damit 25% aller ausstehenden Firmennateile.

Kodiak Sciences ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das sich in der klinischen Phase befindet und neuartige Therapeutika zur Behandlung von Netzhauterkrankungen entwickelt. Umsätze erwirtschaftet das Unternehmen noch nicht, aber die Erwartungen der Anleger sind hoch: Nach dem starken Kursanstieg liegt der Börsenwert inzwischen bei 2,32 Milliarden Dollar.

DaVita:

Beim US-Dialysespezialist DaVita zeigt sich der Director John Nehra zuversichtlich und stockt seinen Aktienbestand deutlich auf. Bei Kursen zwischen 82,95 und 84,60 Dollar erwarb Nehra 5.500 Aktien (Gegenwert: 461.188 Dollar). Das sind die ersten Käufe des Directors seit Langem. Bis Anfang März fiel der Firmeninsider vor allem durch signifikante Aktienverkäufe auf.

DaVita ist ein weltweit tätiger US-amerikanischer Anbieter von Dialysedienstleistungen für Patienten mit chronischem und akutem Nierenversagen. In den Vereinigten Staaten betreibt DaVita 2.350 ambulante Dialysezentren, die rund 188.000 Patienten versorgen. Außerhalb der Vereinigten Staaten betreibt das Unternehmen 154 ambulante Dialysezentren in 11 Ländern. DaVitas größter Konkurrent ist das Unternehmen Fresenius Medical Care (FMC).

Im zweiten Quartal stieg der Umsatz leicht um 1,3% auf 2,88 Milliarden Dollar. Gleichzeitig ging der Gewinn allerdings von 274 auf 202 Millionen Dollar zurück.

Nvidia:

Die Aktie des Chipherstellers Nvidia fiel in diesem Jahr nicht nur durch ihre beeindruckende Stärke (+121% seit dem Jahreswechsel) auf. Zuletzt machte der Technologiekonzern mit einer spektakulären Übernahme auf sich aufmerksam. Nvidia will den Chip-Spezialisten ARM schlucken, der bislang zur japanischen Softbank-Gruppe gehört. Der größte Deal der Halbleitergeschichte hat ein Transaktionsvolumen von bis zu 40 Milliarden Dollar.

Der Director Stephen Neal scheint die Perspektiven positiv einzuschätzen und hat zuletzt weiter nachgelegt. Bei Preisen zwischen 198,23 und 494,15 Dollar je Anteil kaufte der Firmeninsider weitere 450 Aktien. Für die Zukäufe musste er 224.142 Dollar auf den Tisch legen.

Mit den zuletzt vorgelegten Quartalszahlen konnte der Halbleiterkonzern bei seinen Anlegern punkten: Während sich der Umsatz deutlich auf 3,86 Milliarden Dollar erhöhte (+50%), blieb unterm Strich ein Gewinn in Höhe von 622 Millionen Dollar hängen. Beide Kennziffern lagen über den Erwartungen der Analysten.

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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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