Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

Insidertransaktionen der Woche - Lesen Sie, welche Aktien die Vorstände und Großaktionäre sich jetzt ins Depot legen (Foto: Bjorn Bakstad / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

JPMorgan Chase & Co:

Nach Vorlage der Quartalszahlen gab es einen signifikanten Insiderkauf bei den Aktien des US-Finanzkonzerns JPMorgan. Der Direktor Mollody L. Hobson erwarb 18.000 Aktien zu einem Preis von 111,05 Dollar. Hobson investierte damit 1,99 Millionen Dollar in Papiere der US-Bank. Damit erhöhte der Direktor seine Aktienposition deutlich von 10.000 auf 28.000 Stücke.

Für JPMorgan verlief der Start in die Berichtssaison positiv. Der Finanzkonzern konnte im ersten Quartal des Jahres die Erwartungen hinter sich lassen. Die Erträge – die kompletten Einnahmen der Bank – stiegen um 12% auf 27,9 Milliarden Dollar. Der Gewinn kletterte unterdessen um 35% auf 8,7 Milliarden Dollar in die Höhe. Vor allem das Wertpapiergeschäft erhielt durch die weltpolitischen Spannungen und die höhere Volatilität kräftigen Rückenwind. Zudem kamen der Bank die gestiegenen Zinsen in den USA zugute, weil dies das Kreditgeschäft profitabler macht.

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Apollo Global Management LLC:

Bei der in New York ansässigen Private Equity Gesellschaft Apollo Global Management gab es ebenfalls auffällige Aktientransaktionen. Der Großaktionär Tiger Global Management stockte seine Position weiter auf und erwarb insgesamt 150.000 Aktien zum Gegenwert von 4,488 Millionen Dollar (Einstiegspreis zwischen 29,01 und 30,34 Dollar). Damit erhöhte sich der Bestand auf 34,372 Millionen Aktien beziehungsweise 17,05% aller ausstehenden Aktien.

An der Talfahrt der Aktie konnten die Käufe allerdings nichts ändern. Seit dem Februarhoch von 36,78 Dollar ist die Aktie bis zuletzt auf 28,89 Dollar (-21%) gefallen.

Signet Jewelers:

Bei der weltgrößten Juwelierkette Signet Jewelers zeigt sich nach einer schwachen Kursentwicklung der Vorstand Virginia Drosos zuversichtlich und kaufte Aktien des eigenen Unternehmens. Insgesamt erwarb Drosos 8.980 Aktie bei einem Kurs zwischen 38,73 und 39,24 Dollar. Der Gegenwert der Transaktionen lag bei knapp 350.000 Dollar. Insgesamt baute der Vorstand seine Aktienposition damit um 8% auf insgesamt 120.832 Anteile aus.

Der Aktienkurs liegt im Moment knapp 50% unter dem Hoch im November vergangenen Jahres. Im vergangenen Jahr erzielte Signet Jewelers bei einem rückläufigen Umsatz von 6,25 Milliarden Dollar einen Gewinn in Höhe von 519 Millionen Dollar. Das entsprach einer Gewinnmarge von 8,3%. Zuletzt hatte eine schwache Jahresprognose die Titel unter Druck gebracht.


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.