Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Vorstand nutzt Kursrutsch bei Biotech-Riese Incyte und legt mit millionenschwerem Aktienkauf nach (Foto: Kamira / Shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Zoetis:

Bei US-Konzern Zoetis gab es zuletzt den ersten Aktienkauf eines Insiders seit mehr als einem Jahr. Beim Kurs von 164,68 Dollar erwarb der Director Robert Scully 7.590 Aktien. Der Transaktionswert der Käufe lag insgesamt bei 1,24 Millionen Dollar.

Zoetis ist ein US-amerikanischer Hersteller von Tierarzneimitteln und Impfstoffen für Haus- und Nutztiere. Dabei entfallen rund zwei Drittel des Umsatzes auf den Bereich Nutztiere. Bis 2013 war Zoetis eine Tochterfirma des Pharmakonzerns Pfizer. Anfang 2013 brachte Pfizer seine Tiergesundheitssparte an die New Yorker Börse, damals der größte Börsengang seit Facebook. Seit Pfizer im Juni 2013 auch seinen restlichen Anteil von 83 % verkaufte, ist Zoetis unabhängig und wurde in den Börsenindex S&P 500 aufgenommen.

Im Schlussquartal erzielte der Konzern eine Umsatzsteigerung von 8% auf 1,80 Milliarden Dollar. Am Ende stand bei Zoetis ein Gewinn von 359 Millionen Dollar in den Büchern (-6,5% zum Vorjahresquartal).

Incyte:

Die Incyte-Aktie rutschte seit Ende Januar von 100 auf unter 80 Dollar in den Keller. Das ermäßigte Kursniveau nutzte jetzt der Vorstand Herve Hoppenot und sammelte 12.925 Aktien ein. Beim Durchschnittspreis von 77,37 Dollar musste Hoppenot für seine Zukäufe eine Millionen Dollar auf den Tisch legen. Inzwischen hält der Firmeninsider 284.231 Aktien.

Incyte ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das sich auf Erforschung, Entwicklung und Vermarktung von proprietären Therapeutika spezialisiert hat. Der Konzern hat beispielsweise für Patienten mit Myelofibrose oder mit Polyzythämie das Produkt Jakafi entwickelt. Darüber hinaus arbeitet Incyte an einem vielfältigen und wachsenden Portfolio von Produktkandidaten.

Im vierten Quartal erwirtschaftete Incyte einen Umsatz von 790 Millionen Dollar (+36% vs. Vorjahresquartal). Am Ende blieb ein Gewinn von 150 Millionen Dollar hängen (+35% vs. Vorjahresquartal).

Royalty Pharma:

Nach größeren Verkäufen im Dezember kam es bei Royalty Pharma jetzt zum ersten größeren Aktienkauf eines Firmeninsiders. Der Director Henry Fernandez tätigte beim Kurs von 46,83 Dollar seine ersten Käufe. Insgesamt sammelte Fernandez 25.700 Aktien ein. Der Transaktionswert lag entsprechend bei 1,20 Millionen Dollar.

Royalty Pharma ist ein US-amerikanisches Finanzunternehmen mit Sitz in New York City. Es besitzt Rechte an verschiedenen Medikamenten, die von diversen Pharmariesen wie Sanofi, Merck & Co. oder Novartis vermarktet werden und kassiert dafür Anteile am Vertriebsumsatz (Royalty Interest). Der Konzern wirtschaftet hochprofitabel. Bei einem Jahresumsatz von 2,12 Milliarden Dollar in 2020 erzielte Royalty Pharma einen Nettogewinn von 975 Millionen Dollar.

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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