Insidertrades der Woche: Was Vorstände und Firmeninsider jetzt kaufen

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Insidertransaktionen der Woche: Großaktionär legt bei Baustoffspezialisten GMS nach und hält inzwischen beinahe 11% aller Stimmrechte (Foto: Taiga / shutterstock.com)

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Evergry:

Beim Energiekonzern Evergry gab es zuletzt einen signifikanten Aktienkauf eines Firmeninsiders. Der Director John Wilder erwarb beim Kurs von 49,87 Dollar insgesamt 2,269 Millionen Aktien. Für die Zukäufe musste Wilder 113,17 Millionen Dollar auf den Tisch legen.

Der Hintergrund des Einstiegs: Am 26. Februar gab Evergy bekannt, dass es Vereinbarungen mit Bluescape Energy Partners und Elliot Investment Management abgeschlossen hat. Bluescape wird eine Eigenkapitalinvestition von ca. 115 Millionen Dollar in das Unternehmen tätigen, indem es die Stammaktien des Unternehmens kauft. Darüber hinaus wurden als Teil dieser Vereinbarungen John Wilder und die ehemalige US-Senatorin Mary L. Landrieu am 1. März in den Vorstand des Unternehmens aufgenommen.

Evergy ist ein amerikanisches Energieversorgungsunternehmen, das aus einer Fusion von Westar Energy und Great Plains Energy hervorgegangen ist. Das Unternehmen ist der größte Stromversorger in Kansas und bedient über 1,6 Millionen Gewerbe-, Privat- und Industriekunden. Zuletzt erzielte der Konzern bei einem Jahresumsatz von 4,91 Milliarden Dollar einen Nettogewinn von 618 Millionen Dollar.

Tattooed Chef:

Beim Lebensmittelspezialisten Tattooed Chef gab es zuletzt zwei gegenläufige Aktien-Transaktionen. Während sich Vorstand Salvatore Galetti von 800.000 Aktien zu 10 Dollar trennte, schlug der Director James Williamson zu. Bei 10 Dollar sammelte Williamson 250.000 Aktien ein (Transaktionswert: 2,5 Millionen Dollar)

Tattooed Chef ist ein Unternehmen für pflanzliche Lebensmittel und produziert und vertreibt ein Portfolio von Tiefkühlkost. Es liefert pflanzliche Produkte an Einzelhändler in den Vereinigten Staaten. Das Unternehmen bietet küchenfertige Bowls, Zucchini-Spiralen, Blumenkohlwürfel, Acai- und Smoothie-Bowls, Blumenkohlkrustenpizza und pflanzliche Burger an. Die Produkte sind als Eigenmarke und unter dem Markennamen Tattooed Chef in der Tiefkühlabteilung des Lebensmitteleinzelhandels erhältlich. Zum 31. Dezember 2020 betrieb das Unternehmen 4.300 Einzelhandelsgeschäfte und bietet seine Produkte auch über den E-Commerce-Kanal an.

GMS:

Die Aktie des Bauproduktspezialisten GMS hatte zuletzt einen richtig starken Lauf. Seit dem Jahreswechsel notierten die Papiere beinahe 50% im Plus, auf Zwölfmonatssicht hat sich die Aktie sogar mehr als verdreifacht. Trotz des erhöhten Kursniveaus hat der Großaktionär Colliseum Capital Management weitere Aktienpakete eingesammelt. Insgesamt erwarb der Großaktonär 121.200 Aktien bei Kursen zwischen 42,80 und 44,03 Dollar. Das gesamte Transaktionsvolumen lag bei über 5,26 Millionen Dollar. Damit hat Colliseum seine Kaufserie, die im März begann, weiter fortgesetzt und seinen Aktienbestand auf mittlerweile 4,67 Millionen Aktien erhöht. Das entspricht knapp 11% aller ausstehenden Stimmrechte.

GMS vertreibt Wandplatten, abgehängte Deckensysteme und ergänzende Bauprodukte in den Vereinigten Staaten und Kanada. Zuletzt betrieb der Konzern 264 Filialen in 44 Bundesstaaten und dem District of Columbia sowie in 5 Provinzen in Kanada. Das Unternehmen betreibt außerdem ein Netzwerk von ca. 260 Vertriebszentren. Im zurückliegenden Quartal, das bei GMS bis Ende Januar ging, erzielte der Konzern einen Umsatz von 751 Millionen Dollar, was leicht unter dem Vorjahresquartal lag (761 Millionen Dollar). Gleichzeitig erhöhte sich aber der Gewinn um 45% auf 16 Millionen Dollar.

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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