Intel-Aktie: Chip-Hersteller lässt Flaute am PC-Markt hinter sich

Die Berichtssaison in den USA befindet sich in vollem Gange.

Jetzt hat mit Intel auch ein absolutes Schwergewicht der Technologie-Branche seine Bücher für die Anleger geöffnet.

Soviel vorab: Der Chip-Gigant konnte das Jahr mit einem Rekord-Quartal beenden.

Trotz sinkender Gewinne gab es zahlreiche Lichtblicke in dem Zahlenwerk – kein Wunder also, dass die Aktie mit leichten Kursgewinnen die Aufwärts-Bewegung der Vorwochen fortsetzt.

Knapp 10% Umsatz-Wachstum

Dabei beeindruckte insbesondere die Entwicklung in den einzelnen Geschäftsbereichen. Unterm Strich kletterten die Umsätze um 9,8% auf 16,37 Mrd. Dollar im Schlussquartal.

Beim Gewinn gab es zwar einen Rückgang von 3,61 auf 3,56 Mrd. Dollar, damit lag Intel aber über den Erwartungen der Analysten.

Ungewöhnlich stark fiel der Zuwachs in der zuletzt immer wieder schwächelnden Sparte für PC-Chips, immer noch das wichtigste Standbein des Konzerns, aus.

Hier ging es nämlich um 4% bei den Erlösen auf immerhin 9,1 Mrd. Dollar nach oben.

Beim operativen Gewinn konnte Intel in dem Geschäftsbereich sogar ein Plus von 29,5% auf 3,5 Mrd. Dollar verzeichnen.

Intel profitiert vom wachsenden Datenverkehr

Unterdessen profitiert der Halbleiter-Hersteller weiterhin von dem stark wachsenden Datenverkehr und der Nachfrage nach Chips für Rechenzentren.

In diesem Bereich verbesserten sich die Umsätze um 8% auf 4,67 Mrd. Dollar. Einzige Schwachstelle: Das operative Ergebnis ging um 13% auf 1,88 Mrd. Dollar zurück.

Zukunftsmarkt „Internet der Dinge“ wächst endlich

Ein weiterer Lichtblick für die Anleger war das Geschäft im Trendmarkt Internet der Dinge.

Auch wenn der Geschäftsbereich mit 726 Mio. Dollar Umsatz noch klein ist, stimmt die Entwicklung zuversichtlich.

Denn 16% Umsatz-Plus und eine operative Marge von über 24% (vs. 21,2% im Vorquartal) können sich durchaus sehen lassen.

Besonderen Schwung erhoffen sich die Anleger von Chips für das autonome Fahren. Die Hoffnungen sind völlig berechtig.

Über eine Kooperation mit BMW und Mobileye ist der Chip-Riese nämlich an der Entwicklung von selbstfahrenden Fahrzeugen direkt beteiligt.

In dem Gemeinschafts-Projekt wird Intel die Hochleistungs-Chips entwickeln, um die Datenflut der Sensoren zum sicheren Fahren auszuwerten.

Verkauf der IT-Sicherheits-Sparte verzerrt Jahres-Planung

Für das Gesamtjahr geht Firmenchef Brian Krzanich von gleichbleibenden Umsätzen aus. Hierfür ist auch der Verkauf der IT-Sicherheits-Sparte verantwortlich.

Denn vor wenigen Monaten hat der Halbleiter-Konzern die Mehrheit an der Sicherheits-Sparte (McAfee) an den Finanz-Investor TPG verkauft.

Zugleich hat Krzanich ein Auge auf die Profitabilität des Konzerns geworfen.

Bis Mitte 2017 will Intel 12.000 Stellen streichen und damit Kosten in Höhe von 1,2 Mrd. Dollar einsparen.

Damit dürfte der Konzern seinen Rekordmargen der Vergangenheit von 26% wieder ein Stückchen näherkommen.

30. Januar 2017

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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