Intel-Aktie: Technologiegant glänzt mit Rekordquartal

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Der Chiphersteller Intel punktet mit überraschend starkem Quartal - die Jahresprognose wurde nach oben geschraubt. (Foto: KYTan / Shutterstock.com)

Auch die Intel-Aktie blieb von der schwachen Stimmung an den Aktienmärkten nicht verschont. Zwischenzeitlich verloren die Papiere seit ihrem Juni-Hoch über 26% an Wert, bevor die Aktie am Freitag in einem schwachen Marktumfeld einen Erholungsversuch startete. Während der Nasdaq-Index am Freitag mehr als 2% verlor, kletterte der Wert der Intel-Anteilsscheine um mehr als 3% in die Höhe.

Dabei war die Kursbewegung keinesfalls zufällig. Denn der US-Technologiegigant hat glänzende Quartalszahlen präsentiert. Ungeachtet von Lieferproblemen und Sicherheitslücken hat Intel das beste Ergebnis seiner Firmengeschichte erreicht.

Prozessor-Hersteller meldet Rekordumsatz

Die präsentierten Geschäftsergebnisse hatten es wirklich in sich. So kletterte der Umsatz im dritten Quartal auf 19,16 Milliarden Dollar, was einem Zuwachs von 19% entsprach. Noch besser sah es bei der Gewinnentwicklung aus. Hier erzielte Intel einen Profit von 6,4 Milliarden Dollar. Das entspricht einer Steigerung von satten 42% zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum und einer Gewinnmarge von beinahe 21%.

Ergebnisse deutlich über den Erwartungen

Mit den gemeldeten Geschäftszahlen lag der Chiphersteller deutlich über den Erwartungen der Analysten. Für Sie zum Vergleich: Die Experten waren im Vorfeld der Zahlen von einem Umsatz in Höhe von 18,11 Milliarden Dollar und einem Gewinn von 1,15 Dollar je Aktie ausgegangen. Damit hat Intel die Erwartungen beim Umsatz um 5,7% und beim Gewinn um 21% übertreffen können.

Intel stark im schwachen Markt

Dabei überraschte vor allem die starke Entwicklung im größten Konzernbereich „Client Computing Group“. Intel konnte trotz eines mageren Wachstums im PC-Markt die Erlöse auf 10,23 Milliarden Dollar verbessern (+16%). Der Gewinn schnellte in der Sparte trotz Lieferproblemen und Sicherheitslücken um 26% auf 4,5 Milliarden Dollar in die Höhe.

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Cloud-Dynamik ungebrochen

Auch im Wachstumsmarkt mit Cloud-Produkten und Dienstleistungen lieferte Intel ab. Im Konzernbereich „Data Center Group“ kletterten die Umsätze immerhin um 26% auf 6,1 Milliarden Dollar in die Höhe. Noch stärker war die Dynamik bei der Gewinnentwicklung. Dort ging es um 37% auf 3,1 Milliarden Dollar aufwärts. Beeindruckend: Die ohnehin hohe Gewinnmarge verbesserte sich in diesem Segment nochmals von 47% auf beinahe 51%.

Jahresprognose nach oben geschraubt

Nicht nur mit den erreichten Ergebnissen konnte Intel überzeugen. Mit Vorlage der Zahlen erhöhte Intel abermals seine Jahresprognose. Für das vierte Quartal 2018 und damit auch das Gesamtjahr erwartet Intel weiteres Wachstum. In den nächsten drei Monaten peilt Intel weitere rund 19 Milliarden US-Dollar Umsatz an. Für das Gesamtjahr werden insgesamt 71,2 Milliarden Umsatz prognostiziert. Bislang rechneten Analysten mit 69,54 Milliarden Dollar.

Beim Gewinn sollen unter dem Strich 4,53 Dollar je Aktie hängen bleiben. Auch das liegt deutlich über den bisherigen Erwartungen von 4,16 Dollar je Anteilsschein.

Analysten zeigen sich uneinheitlich

Trotz der starken Quartalszahlen zeigen sich die Analysten uneinheitlich. Von 40 Analysten, die sich mit der Aktie beschäftigen, raten „nur“ 19 zum Kauf. Als Halteposition stufen den Titel 15 Experten ein, während 6 Banker sogar zum Verkauf der Position raten. Auf Basis der Jahresschätzung wird der Konzern an der Börse momentan mit dem 10-Fachen der erwarteten Gewinne bewertet.

Zugleich zahlt Intel eine Quartalsdividende in Höhe von 30 Cent je Aktie. Das ergibt einen jährliche Dividendenrendite von aktuell 2,6%. Das durchschnittliche Kursziel liegt mit 55,73 Dollar dennoch deutlich über dem aktuellen Kursniveau.


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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.