Investieren in IT-Sicherheit

Wirtschaftsspionage ist ein ernstes Thema.

Selbst in kleineren Unternehmen des deutschen Mittelstandes gab es in der Vergangenheit Hacker-Angriffe und Spionage-Software.

Neben dem Klau von wichtigen Informationen gibt es auch vermehrt Kriminelle, die ganze Netzwerke kapern und für Cyber-Kriminalität nutzen.

Ist ein Unternehmen davon betroffen, müssen Administratoren meist Überstunden machen und die bestehenden Probleme sofort beheben. Wenn darunter dann nur das tägliche Geschäft für ein paar Tage leidet, ist ein Unternehmen noch glimpflich davon gekommen.

Viel schlimmer ist es, wenn Geschäftsgeheimnisse der Konkurrenz zufallen. Um solche Folgen zu verhindern, setzen immer mehr Unternehmen auf Sicherheits-Software. Check Point bietet solche Lösungen an.

Geschäft kommt immer besser in Fahrt

Check Point Software ist weltweit führend in der Produktion und Vermarktung von IT-Sicherheitsprodukten für das Internet und für Unternehmens-Netzwerke. Das Kerngeschäft liegt in den Bereichen VPN (Virtual Private Networks) und Firewalls.

Zu den Produkten gehören FireWall-1, VPN-1, FloodGate-1 und SiteManager-1. Zu den Konkurrenten gehören Cisco, Microsoft, Crossbeam und Symantec. Hauptsitz des Unternehmens ist Israel.

Das Geschäft von Check Point kommt immer besser in Fahrt. Im 3. Quartal 2014 überzeugte der Softwarehersteller mit einem Umsatzplus von 8% und baute damit die weltweit führende Marktposition bei Firewalls aus.

Dabei wurden die Investitionen in das Marketing und die Forschung & Entwicklung deutlich hochgefahren. Dennoch konnte der Gewinn je Aktie um 9% gesteigert werden, wozu auch Aktienrückkäufe beigetragen haben.

Potenzial noch nicht erschöpft

In einer Zeit zunehmender und raffinierter werdender Bedrohungen in der IT-Umgebung kommen die Produkte von Check Point offenbar immer besser an. Das Unternehmen warnte jüngst vor einer weiteren Zunahme der Bedrohungen, insbesondere bei mobilen Geräten.

In einer internen 2014 veröffentlichten Studie kam Check Point zu dem Ergebnis, dass mehr als 40% aller Unternehmen mobile Sicherheitsvorfälle zu beklagen hatten, die jeweils sehr kostspielig waren.

Mehr als 80% der Unternehmen erwarteten, dass die Vorfälle 2015 zunehmen. Optimistisch stimmt uns auch die hohe Nachfrage nach der „Software Blade Architektur“ von Check Point. Diese bietet Unternehmen jeder Größenordnung eine einfach zu handhabende, kosteneffiziente und umfassende Sicherheitslösung.

Im 3. Quartal legten die Umsätze mit „Software Blades“ um 22% zu und erreichten nahezu ein Fünftel der Gesamterlöse. Vor diesem Hintergrund sehen wir Check Point weiter im Aufwind.

Mit einem KGV von 20 ist die Aktie zwar kein Schnäppchen mehr. Angesichts der guten Wachstumsperspektiven erscheint das Kurspotenzial aber noch nicht erschöpft.

28. Januar 2015

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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