Investitionen in der Minenbranche steigen wieder

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Speziell bei den Explorationsausgaben geht es in der Minnebranche wieder deutlich nach oben. Das ist ein positives Signal für die gesamte Branche. (Foto: TTstudio / shutterstock.com)

Die Explorationsausgaben für neue Projekte legen wieder zu. Der positive Trend hat sich nicht nur 2018 fortgesetzt mit einem erneuten Anstieg um fast 20% auf rund 10 Mrd. USD. Auch 2019 wird es noch einmal eine  Anstieg geben – auch wenn der dann nur noch zwischen 5 und 10% liegen wird. Das schätzen die Experten von S&P Global Market Intelligence. Dabei beziehen sich diese Angaben auf die Nicht-Eisenmetalle.

In diesem Segment ist Gold weiterhin der wichtigste Rohstoff. Das ist nicht wirklich überraschend, wobei ich das Ausmaß der Dominanz schon erstaunlich finde. So fließen 50% der Explorationsausgaben allein in neue Goldprojekte. Seit 2016 haben viele Unternehmen die Explorationsaugaben wieder deutlich hochgefahren – doch liegen das Gesamtvolumen noch immer unter dem Niveau von 2014 – dem zuletzt erreichten Hoch.

Viele Produzenten sind auf neue Minen angewiesen

Das Hochfahren der Ausgaben ist auch tatsächlich notwendig, denn vor allem die großen Produzenten sind gezwungen neue Vorkommen zu erschließen, weil viele ältere Minen nicht mehr so hohe Produktionsraten liefern. Diese müssen dann durch neue Minen ersetzt werden.

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Hier stehen vor allem die Junior-Firmen in der Pflicht. Diese Unternehmen entwickeln in der Regel neue Produktionsstandorte und das ist zeit- und kostenintensiv. Gerade in der ersten Jahreshälfte hat sich das Umfeld für Finanzierungen bei Rohstofffirmen verbessert. So war es überhaupt möglich, die Explorationsausgaben deutlich anzuheben. Die wichtigsten drei Länder waren nach Angaben von S&P Global Market Intelligence Kanada, Australien und die Vereinigten Staaten.

Die Top25 Goldfirmen haben 2018 die Explorationsausgaben um immerhin 18% angehoben. Eine Sache darf man bei dieser Betrachtung aber nicht außer Acht lassen: So hat die Zahl der Explorationsunternehmen in den vergangenen Jahren dramatisch abgenommen. Aktuell sind doch rund 900 Unternehmen weniger als 2012 in diesem Segment aktiv. Das zeigt Ihnen auch, dass die goldenen Jahre in dieser Branche erst einmal vorbei sind.

Dennoch bietet der Rohstoff-Sektor auch jetzt immer wieder lukrative Chancen. Und nach den deutlichen Kurskorrekturen in den vergangenen Jahren sieht es mit Blick auf 2020 bei vielen Firmen wieder besser aus – und das liegt auch an den höheren Explorationsausgaben.


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Heiko Böhmer
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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