Investment-Gigant mit guten Absichten?

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Der weltweit größte Vermögensverwalter nutzt seine Macht zunehmend auch für nachhaltige Interessen. Nutzt das der Rendite? (Foto: Freedomz / shutterstock.com)

Es gibt Unternehmen, die haben eine gute Marktstellung – und es gibt Giganten. Mit Sicherheit hatten auch Sie schon einmal ein Produkt des weltweit größten Vermögensverwalters Blackrock im Depot. Vor allem der Siegeszug der ETFs hat Blackrock groß gemacht. In unserer Aktienanalyse prüfen wir sämtliche Unternehmen regelmäßig auf Herz und Nieren. Feste Rubrik ist dabei die Übersicht der jeweiligen Eigner des Unternehmens. Blackrock ist bei den allermeisten Bluechips vorne mit dabei. Doch lohnt es sich, in die Aktie zu investieren? Lesen Sie unsere Analyse und finden Sie es heraus, doch zuvor ein paar Eckdaten.

Bei Blackrock stimmen die Zahlen

BlackRock wurde 1988 als Sparte des Private-Equity Hauses Blackstone gegründet. 1995 wurde BlackRock verkauft und ist heute einer der größten Anlageberater der Welt. In Deutschland ist das Unternehmen vor allem durch die iShares ETFs bekannt. BlackRock ist als einziger Investor an allen 30 DAX-Konzernen substanziell beteiligt.  Die Geldflutung der Notenbanken zeigt Wirkung. BlackRock floss allein im 2. Quartal die Rekordsumme von 100 Mrd $ zu.

Die Hälfte davon wurde in iShares ETFs angelegt. Diese Anlageklasse wird immer wichtiger und findet sowohl unter privaten als auch institutionellen Anlegern mehr und mehr Fans. Der Umsatz stieg im 1. Halbjahr um 7,1% auf 7,4 Mrd $. Verwaltungs- und Personalkosten stiegen ebenfalls deutlich an, sodass der Gewinn unter dem Strich leicht auf 2 Mrd $ gesunken ist. In den Zahlen ist allerdings eine große Spende enthalten, ohne die der Gewinn deutlich höher ausgefallen wäre.

Blackrock ist ein Machtfaktor

Im Januar kündigte BlackRock an, bei seinen Anlagen künftig ein größeres Gewicht auf die Kriterien Umwelt, soziale Verantwortung und gute Unternehmensführung zu legen. Mittlerweile macht der Konzern ernst. Auf einer schwarzen Liste erscheinen 244 Konzerne, die bisher nach Meinung von BlackRock nicht genug für den Klimaschutz tun. Selbst Unternehmen wie Daimler und die Lufthansa spürten auf diese Weise die Macht der Amerikaner, weil diese auf der Hauptversammlung den Aufsichtsräten die Entlastung verweigerten.

BlackRock ist ein Machtfaktor. Bei vielen börsennotierten Konzernen ist das Unternehmen bereits größter Aktionär. Mit der zunehmenden Beliebtheit von Indexfonds wird diese Rolle noch verstärkt. Spannend wird es im kommenden Jahr, denn BlackRock will dann verstärkt auf soziale Kriterien achten und unter anderem beurteilen, wie Unternehmen während der Corona- Krise mit ihrem Personal umgehen. Beim größten Vermögensverwalter der Welt stehen alle Zeichen auf Wachstum. Die Aktie macht sich in jedem Portfolio gut – auch in Ihrem!

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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